Hängebrüste – Ursachen, Behandlung, Kosten

Viele Frauen mit sog. Hängebrüsten empfinden ihren Busen als unästhetisch und leiden unter einem verringerten Selbstwertgefühl. Durch das geminderte Selbstbewusstsein schränken sie sich zunehmend in ihrem Alltag ein, teilweise ziehen sie sich auch aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Dabei gibt es Möglichkeiten, die Ursachen für Hängebrüste zu bekämpfen und eine bereits vorhandene Hängebrust zu korrigieren.

Ursachen für Hängebrüste

Von Hängebrüsten wird gesprochen, wenn die Brustwarze in Höhe der Unterbrustfalte oder darunter liegt. Im Wesentlichen gibt es vier Gründe für die Entstehung von Hängebrüsten. Sie sind teils natürlich und biologisch bedingt, können aber auch durch den Lebensstil der Frau begünstigt werden. Meist haben Frauen die Möglichkeit, dem Entstehen von Hängebrüsten entgegenzuwirken.

BruststraffungHängebrüste im Alter (Wechseljahre)

Bei bei Entstehung von Hängebrüsten im Alter spielen genetische Faktoren eine entscheidende Rolle. Mit fortschreitendem Alter verliert die Haut an Elastizität, da die Zellteilung nachlässt und an Spannkraft verliert. Gleichzeitig verliert die Brust an Volumen, indem Fett und Drüsengewebe abgebaut werden. Dies betrifft vor allem Frauen in den Wechseljahren, weil der Körper weniger Kollagen bildet. Diese Kombination aus unelastischer Haut und weniger Brustgewebe führt zu einem Senken der Brust, was umgangssprachlich als Hängebrust bezeichnet wird.

Hängebrüste durch Rauchen und Lebensstil

Rauchen gehört zu den vermeidbaren Gründen für die Entstehung von Hängebrüsten. Tabakwaren enthalten krebserregende Stoffe, sog. Karzinogene. Dadurch wird das Faserprotein Elastin abgebaut, das der Haut und den Blutgefäßen ihre Spannkraft verleiht. Sinkt der Elastin-Gehalt der Haut, verliert sie an Elastizität und die Brüste erschlaffen.

Darüber hinaus gibt es bestimmte Verhaltensweisen, die einen Hängebusen fördern können – vor allem ein BH in falscher Größe spielt hier eine Rolle. Indem lockere und weite Büstenhalter getragen werden, wird das Bindegewebe der Brust täglich strapaziert und gedehnt. Vor allem bei Sportarten wie Joggen ist ein guter Halt sehr wichtig.

Gewichtsschwankungen fördern Hängebrüste

Hängebrüste entstehen durch starke Gewichtsschwankungen. Nimmt die Frau zu, steigt das Volumen von Fettzellen in der Brust. Dadurch wird die Brust größer und schwerer, wodurch sie nach unten gezogen wird. Nimmt die Frau anschließend ab, sinkt das Volumen an Fettzellen in der Brust, allerdings bildet sich das Bindegewebe nicht im gleichen Maße zurück, wodurch ein Hautüberschuss und damit verbunden eine hängende Brust bleibt.

Hängebrüste nach Schwangerschaft und Stillzeit

Der gleiche Effekt wie starke Gewichtsschwankungen haben auch Schwangerschaft und Stillzeit auf die Entstehung von Hängebrüsten. Während der Schwangerschaft wachsen die Brüste durch hormonelle Einflüsse, in der Stillzeit kommt eine Volumenzunahme durch ein Anschwellen der Milchdrüsen hinzu. Um die Haut an das Wachstum der Brust anzupassen, dehnt sich das Bindegewebe. Verliert die Brust nach der Stillzeit wieder an Volumen, bleibt der Hautüberschuss zurück. Bei Frauen mit schwachem Bindegewebe entwickelt er sich meist nicht auf das Niveau vor der Schwangerschaft zurück.

Bruststraffung u. Brustverkleinerung

Hängebrüste: Behandlung und Operation

Durch einen gesunden und achtsamen Lebensstil können einige Faktoren für Hängebrüste vermieden werden. Allerdings gibt es auch Gründe genetischer und natürlicher Art, die Hängebrüste fördern können (schwaches Bindegewebe, Schwangerschaft). Deshalb können hängende Bürste nur bedingt vermieden werden.

Wer unter seinen Hängebrüsten leidet, kann diese durch einen ästhetisch-plastischen Chirurgen korrigieren lassen. Dabei gibt es verschiedene Operations- und Schnitttechniken, die individuell auf die Patientin angepasst sein müssen. Zur operativen Behandlung können die Brüste vergrößert, verkleinert oder gestrafft werden.

Brustvergrößerung bei Hängebrüsten

Gewöhnlich reicht eine bloße Brustvergrößerung durch Implantate oder eine Brustvergrößerung mit Eigenfett nicht aus, um Hängebrüste zu korrigieren. Eine Ausnahme sind kleine Brüste mit vergleichsweise wenig Hautüberschuss. Viele Schönheitschirurgen bieten für Patientinnen mit größeren Brüsten eine Kombination aus Brustvergrößerung und Bruststraffung an, um die hängende Brust zu heben und zu formen. Je nach Beschaffenheit der Brust können beide Behandlungen in einer Operation durchgeführt oder auf zwei Eingriffe verteilt werden – dann liegen etwa sechs Monaten dazwischen, wobei die Brust in der Regel erst gestrafft und dann vergrößert wird. Eine Brustvergrößerung bei Hängebrüsten kommt vor allem bei Brüsten in Betracht, die nach der Straffung vergleichsweise klein sind.

Brustverkleinerung bei Hängebrüsten

Leidet eine Patientin mit großen Brüsten unter Hängebrüsten, kommt eine Brustverkleinerung in Frage. Dabei wird das Volumen der Brust durch Entnahme von Drüsengewebe verringert, überschüssige Haut entfernt und die abgesenkte Position der Brustwarze korrigiert. Um die Überdehnung der Haut zu verringert, sollten Frauen mit großen Brüsten unbedingt einen gut sitzenden Büstenhalter tragen, der das Bindegewebe der Haut entlastet.

Bruststraffung bei Hängebrüsten

Wenn das Volumen der Brust aus Sicht der Patientin ausreichend und lediglich ein Hautüberschuss vorhanden ist, kann über eine Bruststraffung nachgedacht werden. Dabei wird abhängig vom Schnittverfahren die überschüssige Haut an der Brust entfernt, wodurch sie gehoben und gestrafft wird.

Hängebrüste: Kosten der Operation

Die Preise und Kosten für die Korrektur von Hängebrüsten richten sich nach der Anatomie der Frau, dem Operationsverfahren und der Qualifikation des Arztes. Für eine einfache Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten müssen Patientinnen mit Kosten ab 3.500 Euro rechnen. Kommt eine Bruststraffung dazu, liegen die Kosten um 5.000 Euro bis 6.000 Euro. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, ob beide Vergrößerung und Straffung zeitgleich durchgeführt werden oder ob zwei Termine notwendig sind. Eine Bruststraffung kostet zwischen 4.500 Euro und 7.500 Euro, ähnliche Preise sind für eine Brustverkleinerung zu erwarten.

Da es sich bei einer Brustoperation – dies gilt auch für Hängebrüste – um eine sog. Schönheitsoperation handelt, werden die Kosten in der Regel nicht von privaten oder gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Anders schaut es bei Frauen aus, die infolge von Brustkrebs oder eines Unfalls eine oder beide Brüste verloren haben.

Sie haben Fragen zu Brustoperationen? Dann rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern kostenlos und unverbindlich und helfen Ihnen, einen hervorragenden Arzt für Ihr Anliegen in Ihrer Nähe zu finden.

Telefon: 0800 200 50 60


bing tracking pixel