Brustformen und -aufbau

Brustformen sind bei jeder Frau individuell. Ob groß oder klein, spitz oder rund – jede weibliche Brust (Mamma) ist einzigartig. Im Laufe eines Lebens verändert sich diese Brustform immer wieder, sei es durch Gewichtsschwankungen, Krankheiten oder Schwangerschaften.

Soll die Brustform durch eine Operation angepasst oder rekonstruiert werden, wird diese im Vorfeld von chirurgischen Fachkräften hinsichtlich ihres Aufbaus und der Form analysiert. Denn je nach Beschaffenheit kommen andere Implantate oder Operationstechniken infrage.

Erfahren Sie hier, wie sich die Brustform und deren Aufbau zusammensetzen und welche angeborenen Fehlbildungen es gibt.

Die weibliche Brust: Aufbau

BrustvergrößerungAuf Höhe der dritten bis sechsten Rippe sitzt die weibliche Brust (Mamma) direkt auf dem großen Brustmuskel. Sie besteht aus Brustdrüsen (Glandula mamma), welche sowohl die Muttermilch bilden als auch diese zur Brustwarze führen. Dieses Drüsensystem umfasst zahlreiche Drüsenläppchen (Lobuli) und ist wiederum von Binde- und Fettgewebe umschlossen. Angeschlossen an die Drüsenläppchen sind die sogenannten Milchgänge (Ducti), die in das Milchsäckchen münden. Dieses übernimmt während des Stillvorgangs eine Art Pumpfunktion, um die Milch durch die Brustwarze hinauszubefördern.[1]

Brustaufbau: Blutgefäße und Lymphdrüsen

Durch die Blutgefäße in der Achselhöhle sowie der Brustmitte wird die Brust mit Blut versorgt. Daneben sorgen Lymphgefäße für die Produktion von Lymphe (einer gelblichen Flüssigkeit, die das Zwischenglied zwischen Gewebsflüssigkeit und Blutplasma darstellt) sowie für die Beförderung von weißen Blutkörperchen (Abwehrzellen). Diese entstehen in den Lymphknotenstationen in der Achselhöhle, am Schlüsselbein und neben dem Brustbein.

Brustaufbau: Brustwarze und Areola

Weiterhin verfügt die Mamma über Nervenstränge, die sich vor allem im Bereich der Brustwarze und des Warzenvorhofs befinden. Die Brustwarzen werden jeweils von einem Kreis von pigmentierter Haut umgeben. Diese wird Areola genannt und enthält Talgdrüsen, welche ein antimikrobielles Sekret absondern.

Wie setzen sich Brustformen zusammen?

Entscheidend für die Brustform sind hauptsächlich genetische Faktoren sowie die Anteile an Fett- und Bindegewebe der Brust. Üppigere Brustformen haben meist einen höheren Fettgehalt. Weisen Brüste eine geringe Spannkraft und Elastizität auf, hängt dies oft mit einem schwachen Bindegewebe zusammen.

Natürliche Veränderungen von Brustformen

Die Brustform ist ständiger Veränderung ausgesetzt:

  • In der Pubertät setzt durch vermehrte Ausschüttung von Sexualhormonen (Östrogen) die Brustentwicklung ein.
  • Während des Menstruationszyklus schwillt die Brust an und flacht dann wieder ab.
  • In der Schwangerschaft bildet sich vermehrt Drüsengewebe, denn die Brust bereitet sich bereits auf die Produktion von Muttermilch vor (laktierende Mamma). Während der Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit wächst die Brust daher oft um mehrere Körbchengrößen an.
  • Nach dem Abstillen bildet sich das Drüsengewebe zurück und das Volumen der Mamma sinkt. Dies kann dazu führen, dass ein Hautüberschuss entsteht, der sich nicht natürlich zurückbildet.
  • Bei Gewichtszunahme oder -verlust wächst bzw. verkleinert sich die Brust.
  • Durch Krankheiten wie Brustkrebs kann sich die Brustform stark verändern, indem sich etwa Knoten im Gewebe bilden. Bei auffälligen Veränderungen sollte unbedingt eine ärztliche Untersuchung vorgenommen werden.

Führt die Veränderung der Brustform zu Unzufriedenheit, entschließen sich einige Patientinnen zu einer Brustoperation.

Brustformen – die häufigsten Fehlbildungen der Brust

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen der Brust. Manche der daraus resultierenden Brustformen stellen eher ein ästhetisches Problem dar, während andere gesundheitliche Herausforderungen mit sich bringen. Zumeist entstehen diese Fehlbildungen bereits bei der embryonalen Entwicklung während der Schwangerschaft. Zu den bekanntesten Anomalien der Brustform gehören[2]:

  • Juvenile Makromastie – oder Gigantomastie, fasst Anomalien zusammen, bei denen die Brust überproportional zum Körper wächst und daher ein sehr hohes Volumen aufweist.
  • Mikromastie – oder Mammahypoplasie, ist ein Sammelbegriff für unterentwickeltes Brustwachstum.
  • Mammaaplasie – auch Amastie, ist die fehlende Anlage des Brustdrüsenkörpers bei gleichzeitigem Vorhandensein einer Brustwarze. Die tubuläre Brust kann ebenso dieser Fehlbildung untergeordnet werden.
  • Mamillenhyperplasie – bezeichnet zu groß angelegte Brustwarzen (Mamillen).
  • Athelie – ist der Begriff für nicht vorhandene Brustwarzen.
  • Tubuläre Brust – betrifft eine oder beide Brüste. Dabei ist die Form der Drüse meist konisch (kegelförmig), während die Brustwarzen groß erscheinen. Äußert sich die tubuläre Brust durch eine Unterentwicklung des unteren Brustquadranten, fällt der obere Brustbereich nach unten ab. Dies führt zu einer schlauchartigen Brustform.
  • Polymastie – ist die Anlage zusätzlicher Brustdrüsen (Mammae) entlang der Milchleiste. (Die Milchleiste ist ein Überbleibsel aus der Zeit als Embryo, welche nicht sichtbar ist, aber imaginär von den Achselhöhlen bis hinunter zu den Schamlippen der jeweiligen Seite reicht.)
  • Polythelie – Anlage mehrerer Brustwarzen entlang der Milchleiste.
  • Mammaasymmetrie – bezeichnet einen extremen Größenunterschied beider Brüste.
  • Mastoptose – Ptosis Mammae, allgemein als „Hängebrust” bekannt. Ursache hierfür ist ein schwaches Bindegewebe. Sie kommt vermehrt bei übergewichtigen oder älteren Frauen vor.
  • Koilomastie – gemeinhin als Schlupfwarze oder Hohlwarze bekannt, bezeichnet invertierte Brustwarzen. Sie treten nicht aus der Brust hervor, sondern ziehen sich teils oder komplett in den Warzenvorhof zurück.

Brustform verändern: passende chirurgische Betreuung finden

Möchten Sie Ihre Brustform durch Bruststraffung, -vergrößerung oder -verkleinerung ändern, stehen Ihnen zahlreiche ärztliche Fachkräfte zur Verfügung. Damit Sie eine fundierte Wahl treffen können, beraten wir Sie gerne ausführlich zum Thema Brustoperation. Rufen Sie uns einfach an – natürlich kostenlos, diskret und unverbindlich. Wir helfen Ihnen, einen geeigneten Spezialisten für Brustoperationen in Ihrer Nähe zu finden.

Telefon: 0800 200 50 60

 

[1] Zilles, K.; Tillmann, B.: Anatomie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2010.
[2] Heckmann, A.; Breuing K.: Fehlbildungen der Mammae. Berlin, Heidelberg: Springer Verlag


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