Brustvergrößerung vor und nach der Schwangerschaft

BrustvergrößerungNach einer Schwangerschaft und der anschließenden Stillzeit bildet sich das Brustdrüsengewebe zurück. Die Folgen sind erschlaffte Haut und hängende Brüste (Mastoptosis). Dabei wird die Brust im oberen Bereich flacher, wodurch sie nicht mehr so voll aussieht.

Deshalb kommt für viele Frauen insbesondere nach der Schwangerschaft entweder eine Brustraffung (Mastopexie) oder eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) infrage. Im Folgenden erfahren Sie, worauf bei einer Brustvergrößerung vor und nach der Schwangerschaft zu achten ist, welche Kosten auf Sie zukommen und welche Implantate sich für den Eingriff eignen.

Brustvergrößerung vor der Schwangerschaft

Falls sich Frauen die Brüste vor einer Schwangerschaft vergrößern lassen möchten, wird empfohlen, anschließend für ein bis zwei Jahre mit der Kinderplanung zu warten, um das Operationsergebnis nicht frühzeitig zu verändern. Denn die weibliche Brust (Mamma) ist im Verlauf einer Schwangerschaft vielen Veränderungen ausgesetzt. So dehnt sich die Haut während der Schwangerschaft, nach der Stillzeit erschlafft sie wieder. Dies kann weitere medizinische Eingriffe nach sich ziehen, z. B.:

  • Bruststraffung
  • Brustvergrößerung mit Implantaten, um das entstandene Volumen wieder aufzufüllen.

Zusätzliche Kosten für Nachkorrekturen sind somit nicht auszuschließen.

Kann ich nach einer Brust-OP noch stillen?

Grundsätzlich steht einer Brustvergrößerung vor der Schwangerschaft nichts im Wege, auch das Stillen danach ist möglich.[1] Silikonimplantate stellen ebenfalls keine Gefahr für das Kind dar. Moderne, hochwertige Implantate enthalten auslaufsicheres Silikongel, das von einer festen Deckschicht umgeben ist. Somit gelangt kein Silikongel in die Muttermilch.

Damit die Brustvergrößerung vor der Schwangerschaft keine negativen Auswirkungen auf das Stillen hat, ist allerdings die Technik beim Einsetzen der Implantate ausschlaggebend.

Was ist bei einer Brust-OP vor der Schwangerschaft zu beachten?

Eine Brust-OP vor der ersten Schwangerschaft ist mit einer gewissen Vorlaufzeit bedenkenlos durchführbar. Dennoch sind einige Dinge zu beachten, damit ein reibungsloser Eingriff gewährleistet werden kann.

  • Die Brust und Haut der Patientin können sich während der Schwangerschaft verändern. In einem vorherigen Beratungsgespräch klärt die ärztliche Fachkraft detailliert über geeignete Methoden und Behandlungen auf.
  • Im Idealfall beginnen Patientinnen erst ein bis zwei Jahre nach dem Eingriff mit der Familienplanung. So kann das Kind möglichst ohne Komplikationen nach dem Eingriff gestillt werden.
  • Am besten eignet sich eine Methode, bei der das Implantat hinter dem Brustmuskel eingesetzt wird. Somit werden die Brustdrüsen lediglich nach vorne geschoben und in ihrer Funktion nicht beeinflusst.[2]

Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft

Weil sich die weibliche Brust nach einer Schwangerschaft und dem Stillen stark verändern kann, sind die Anforderungen an eine Brustvergrößerung sehr individuell. Einige Frau wünschen sich lediglich die ursprüngliche Form ihrer Brüste, z. B. wenn die Haut nach der Stillzeit stark gedehnt ist und die Brüste nach dem Abstillen hängen. Andere Frauen möchten dagegen gezielt eine Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft durchführen lassen.

Je nach den Wünschen und Zielen der Frau stellt sich die Frage: Welche Form und Größe sollten die Implantate haben? In der Erstberatung sowie der Voruntersuchung wird der plastische Chirurg oder die plastische Chirurgin verschiedene Modelle vorschlagen, die für die Patientin geeignet sind.

Größe und Form der Brustimplantate

Die Größe und Form der Brustimplantate spielen bei einer Brustvergrößerung eine wichtige Rolle. Denn davon hängt ab, wie die Brust nach der Operation aussieht. Zur Verfügung stehen runde und tropfenförmige Implantate in den Größen von etwa 250 ml bis 600 ml. Üblicherweise werden Brustimplantate mit einem Volumen um 350 ml verwendet. Damit wird z. B. eine Brustvergrößerung von A auf C erreicht.

Wichtig ist hier der Körperbau der Patientin. So genügen bei einer zierlichen Frau mit geringem Brustumfang bereits kleine Implantate, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Da die Haut an der Brust nach der Schwangerschaft und Stillzeit bereits vorgedehnt ist, können auf Wunsch auch vergleichsweise große Implantate verwendet werden.

Lage und Position der Brustimplantate

Ebenso wichtig wie die Form und Größe der Implantate sind bei einer Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft die Lage und Position. Die Kissen können vor oder hinter dem Brustmuskel platziert werden. Hieraus ergeben sich verschiedene Vor- und Nachteile:

  • Das Implantat kann vor dem Muskel eingesetzt werden, wenn die Schichtdicke der Haut im Bereich des Dekolletés mindestens 2 cm dick ist. Bei einer dünneren Haut kann es jedoch vorkommen, dass die Ränder der Implantate von außen sichtbar sind, was von vielen Frauen nicht gewünscht wird.
  • Implantate hinter dem Muskel einzusetzen hat den Vorteil, dass die Ränder nicht mehr sichtbar sind. So entsteht ein natürliches Ergebnis. Allerdings sind in diesem Fall meist nur Implantate bis 300 ml verwendbar, weil der Brustmuskel nicht so stark gedehnt werden kann und der Platz dahinter beschränkt ist. Wünscht sich die Patientin dennoch eine größere Brust, kann ein Jahr später eine zweite Brustvergrößerung durchgeführt und das Implantat gewechselt werden.[3]

Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft mit Eigenfett

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Vergrößerung der Brust mit Eigenfett zu erreichen. Dafür wird aus anderen Regionen des Körpers, meist aus der Hüfte oder den Oberschenkeln, etwa ein Liter an Material entnommen. Nachdem dieses aufbereitet wurde, injiziert es der Chirurg bzw. die Chirurgin in die Brust der Patientin.[4]

Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass langfristig nur eine halbe bis maximal eine ganze Körbchengröße hinzukommt. Denn der Körper baut etwa die Hälfte des Materials in den Wochen und Monaten nach der Brust-OP ab. Wenn sich Frauen eine deutliche Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft wünschen, sind Implantate die bessere Wahl. Dennoch können Patientinnen mit ihrem behandelnden Arzt oder Ärztin über ihren Wunsch nach einer Eigenfettbehandlung sprechen. Das Fachpersonal kann anhand der Anatomie der Brüste beurteilen, ob die Brustvergrößerung mit Eigenfett infrage kommt.[5]

Was ist bei einer Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft zu beachten?

Um kein Risiko der Wundheilungsstörung, Infektion oder Narbenbildung nach dem Eingriff einzugehen, gilt es, einige Dinge zu beachten:

  • Patientinnen sollten bereits ab den ersten Tagen nach dem Eingriff einen Stütz-BH für vier bis sechs Wochen tragen.
  • Das Heben von schweren Lasten sowie Sport ist in den ersten Wochen zu vermeiden.
  • Um Narben vorzubeugen, sollte direkt nach der Wundheilung mit der Narbenpflege begonnen werden. Dafür empfiehlt es sich, fettende Cremen, silikonhaltige Salben oder Silikonpflaster auf die operierte Brust aufzutragen.
  • Vor dem operativen Eingriff sollte die Patientin vollständig abgestillt
  • Brustform und Brustgröße verändern sich auch weiterhin nach der Operation. Ob ein weiterer Eingriff möglich ist, muss mit dem behandelnden Fachpersonal abgesprochen werden.[6]

Kosten einer Brustvergrößerung vor und nach der Schwangerschaft

Insbesondere für eine Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft sind die Kosten vorab schwer zu kalkulieren. Mitunter haben Patientinnen einen Hautüberschuss, der während des Eingriffs entfernt werden muss. Diese Kombination aus Brustraffung und -vergrößerung kann zwischen 6.000 und 8.000 Euro kosten. Eine reine Brustvergrößerung vor oder nach der Schwangerschaft beläuft sich dagegen auf 3.000 bis 6.000 Euro. Ihr behandelnder Chirurg bzw. Chirurgin wird Sie bei der Methode und dem genauen Preis ausführlich beraten.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Brustvergrößerung vor oder nach der Schwangerschaft?

Es besteht die Möglichkeit, sich die Kosten des Eingriffs erstatten zu lassen, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht. Dies lässt sich in einem ersten Beratungsgespräch mit dem ärztlichen Fachpersonal feststellen. Ein Gutachten oder ein ärztliches Attest müssen die Notwendigkeit bezeugen. Diese Unterlagen sind u. U. dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) vorzulegen. In den meisten Fällen muss der MDK einer Bewilligung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse zustimmen.[7]

Woraus setzen sich die Kosten für eine Brustvergrößerung zusammen?

Kostenunterschiede bei Brustvergrößerungen ergeben sich in erster Linie aus diesen Faktoren:

  • Die Wahl des behandelnden Personals hat einen großen Einfluss auf den Preis, denn mit der Reputation der Klinik und der Erfahrung des Arztes bzw. der Ärztin steigen die Kosten.
  • Größere Implantate sind teurer. Daher ist speziell bei einer Brustvergrößerung nach einer Schwangerschaft mit höheren Kosten zu rechnen.

Bei der Suche nach einem Arzt oder einer Ärztin für eine Brustvergrößerung vor oder nach der Schwangerschaft lohnt es sich stets, Angebote von mehreren Ärzten und Ärztinnen einzuholen. Dabei ist darauf zu achten, dass die angebotenen Leistungen identisch sind. Denn besonders Kliniken mit vermeintlich günstigen Preisen neigen dazu, einzelne Leistungen und Materialien separat abzurechnen. So ist die Voruntersuchung bspw. nicht immer im Gesamtpreis enthalten, wodurch sich die Kosten letztlich erhöhen. Außerdem ist wichtig, wie viele Termine für die Nachsorge im Grundpreis enthalten sind.

Sie haben weitere Fragen zu Brustvergrößerungen? Dann rufen Sie uns an – wir beraten Sie gern. Kostenlos, diskret und unverbindlich.

Telefon: 0800 200 50 60

 

[1] PD Dr. med. M. Eder: https://www.aesthetic-eder.de/brustvergroesserung-muenchen-vor-schwangerschaft (Stand: 24.02.2020).

[2] Dr. P. Bauer: https://www.drpatrickbauer.de/brustvergroesserung-schwangerschaft/ (Stand: 27.02.2020).

[3] Dr. K. Schuhmann: https://www.dr-schuhmann.de/behandlungen/brust/brustvergroesserung-bochum.html (Stand: 24.02.2020).

[4] Dr. K. Appel: https://www.focus.de/gesundheit/experten/brustvergroesserung-eigenfett-als-alternative-zu-implantaten_id_8562617.html (Stand: 24.4.2018).

[5] Dr. med. J. Pasel; Dr. med. C. Krüss: https://praxisklinik-colonnaden.de/brustvergroesserung (Stand: 24.02.2020).

[6] Prof. Dr. Dr. Med. J. Hönig: Ästhetische Chirurgie, Klinikum der Georg-August-Universität Göttingen, 2013 (Stand: 24.02.2020).

[7] Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK), https://www.mdk.de/mdk/mdk-gemeinschaft-gesundheitssystem/ (Stand: 24.02.2020).


bing tracking pixel