Bruststraffung mit und ohne Implantat: alle Infos zur Behandlung und Kosten

Die Bruststraffung (Mastopexie) ist ein Eingriff der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Je nachdem, ob die Bruststraffung mit oder ohne Implantat erfolgt, geht sie oft mit einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) oder einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) einher. Die meisten Frauen entscheiden sich aus ästhetischen Gründen für eine Bruststraffung, etwa weil ihre Brust nach dem Abstillen nicht mehr die ursprüngliche Form hat oder diese mit zunehmendem Alter erschlafft. Eine Bruststraffung kann aber auch Teil medizinisch bedingter Brustoperationen sein.

Bruststraffung – Informationen im Überblick

Kosten3.500 bis 9.000 Euro
Dauer der OP120 Minuten
Schmerzen nach OPgering bis mittelgradig
gesellschaftsfähignach 1 bis 2 Wochen
Narbenbildung (abhängig von Schnittführung)kaum sichtbar bis sichtbar

Voraussetzungen für eine Bruststraffung

Bei der Mastopexie handelt es sich in den meisten Fällen um eine Schönheitsoperation (ästhetisch-chirurgische Operation). Daher müssen Patientinnen in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein. Vor der Bruststraffung findet stets ein Beratungsgespräch zwischen der Patientin und der ärztlichen Fachkraft statt, in dem alle körperlichen und psychischen Voraussetzungen für die Durchführung der OP besprochen werden. Dazu gehören u. a. die folgenden:

Körperliche Voraussetzungen für die Bruststraffung

Damit die Bruststraffung gefahrlos durchgeführt werden kann, …

  • … darf keine Schwangerschaft
  • … muss die Stillzeit beendet
  • … dürfen keine akuten Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen oder andere Infektionen vorliegen.

Zudem sollten Patientinnen vor der Bruststraffung ihrem behandelnden Arzt bzw. ihrer Ärztin mitteilen, wenn sie Medikamente einnehmen, z. B. gegen eine bestehende Blutgerinnungsstörung.

Psychische Voraussetzungen für die Bruststraffung

Ebenso wichtig für eine erfolgreiche Bruststraffung sind die psychischen Voraussetzungen. In erster Linie müssen die Beweggründe für den Eingriff geklärt werden.

  • Wünscht sich die Patientin die Bruststraffung aus eigenem Interesse oder steht sie unter sozialem oder familiärem Druck?
  • Bestehen ästhetische oder medizinische Gründe für die Bruststraffung?
  • Welche Erwartungen und Ziele hat die Patientin an die Bruststraffung und sind diese realistisch?

Darüber hinaus klärt die behandelnde Person über alle relevanten Komplikationen und möglichen Risiken auf, die während oder nach einer Bruststraffung auftreten können. Wünscht sich die Patientin nach der Aufklärung weiterhin den Eingriff, wird das geeignete Behandlungsverfahren beschlossen, z. B. ob sich die Bruststraffung mit oder ohne Implantat eignet.

Bruststraffung: Kosten

Grundsätzlich sollten Interessierte an einer Bruststraffung mit Kosten zwischen 4.500 Euro und 7.500 Euro rechnen. Dabei handelt es sich meist um Komplettpreise. Das bedeutet, die Angebote für eine Bruststraffung von verschiedenen Ärzten und Kliniken lassen sich gut miteinander vergleichen. Komplettpakete für die Bruststraffung decken in der Regel folgende Leistungen ab:

  • Beratungsgespräch und Voruntersuchung
  • Operation (Bruststraffung) inklusive OP-Saal, Narkose und ggf. Implantate
  • Aufenthalt in der Klinik
  • Spezial-BH für die Heilungsphase
  • Nachsorge mit mindestens drei Terminen

Manche Kliniken weisen jedoch besonders niedrige Preise für die Bruststraffung aus. Meist rechnen sie in dem Fall Voruntersuchungen, Nachsorge und Materialien separat ab. Frauen, die sich für die Bruststraffung Angebote von verschiedenen Chirurgen und Chirurginnen einholen, sollten daher unbedingt darauf achten, dass diese inhaltlich und umfänglich identisch ausfallen.

Warum unterscheiden sich die Kosten für eine Bruststraffung?

Die Kosten für eine Bruststraffung richten sich nach verschiedenen Kriterien, z. B.:

  • Operationsmethode
  • Erfahrung des Arztes
  • Anatomische Voraussetzungen der zu straffenden Brüste

Daher können die Kosten für eine Bruststraffung trotz identischen Leistungspakets je nach Klinik unterschiedlich ausfallen. Interessierte sollten aber bei der Wahl der Klinik nicht nur nach dem Preis entscheiden, sondern vor allem Vertrauen zur behandelnden Person haben, damit die Mastopexie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führt. Bei der Suche nach einem vertrauensvollen Arzt bzw. Ärztin für eine Bruststraffung hilft die Erfahrung ehemaliger Patientinnen auf Brustoperation-Vergleich.de.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Bruststraffung?

Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Bruststraffung nicht, wenn der Eingriff aus ästhetischen Gründen durchgeführt wird.[1] Ist die Bruststraffung ohne Implantat dagegen Teil einer medizinisch notwendigen Brustverkleinerung, können Krankenkassen die Behandlung bezuschussen. Das ist z. B. möglich bei chronischen Beschwerden:

  • im Nacken
  • im Rücken
  • in der Wirbelsäule

Patientinnen sollten diese Option sowohl mit ihrem behandelnden Arzt bzw. Ärztin sowie mit ihrer Krankenkasse besprechen.

Methoden der Bruststraffung

Es gibt verschiedene Operationsmethoden, um die Brust zu straffen. Bei einer Bruststraffung ohne Implantat wird lediglich ein Hautüberschuss entfernt. Allein hierfür gibt es über 20 verschiedene Schnitttechniken. Darüber hinaus sind Straffungen auch im Rahmen einer Brustvergrößerung (Bruststraffung mit Implantat) oder einer Brustverkleinerung möglich. Je nachdem, welche körperlichen Voraussetzungen die Patientin mitbringt, eignen sich unterschiedliche Verfahren.

Einfache Bruststraffung ohne Implantat: Entfernung von Hautüberschuss

Bei dieser Art der Bruststraffung entfernt der Chirurg bzw. die Chirurgin den Hautüberschuss im unteren Bereich der Brust. Im Zuge dessen erfolgen weiterhin diese Eingriffe:

  • Die Brustwarze wird nach oben versetzt.
  • Der Brustwarzenvorhof wird verkleinert, um ihn optisch an die kleinere Brust anzupassen.
  • Verschiedene Schnitttechniken sorgen dafür, dass Hautlappen, Muskeln und Faszien wie eine Art „innerer BH” wirken, um ein erneutes Hängen der Brust zu verhindern.

Bruststraffung durch Brustverkleinerung

Soll die Bruststraffung zusammen mit einer Brustverkleinerung erfolgen, entfernt die behandelnde Fachkraft nicht nur überschüssiges Hautgewebe. Darüber hinaus muss sie Drüsengewebe aus dem Inneren der Brust entnehmen. Das Resultat sind kleinere und zugleich straffere Brüste.

Bruststraffung mit Implantat

Da bei einer Bruststraffung überschüssige Haut entfernt wird, wirken die Brüste anschließend oft kleiner als vor der Operation. Wer dies nicht wünscht, kann die Bruststraffung durch eine Brustvergrößerung mit Implantaten erreichen. Da die Brüste in den ersten sechs Monaten nach der Straffung erneut leicht absinken, empfiehlt es sich meist, die Behandlung in zwei Schritten durchzuführen.

  1. In der ersten Behandlung erfolgt die Bruststraffung ohne Implantat.
  2. Ein halbes Jahr später findet die Brustvergrößerung und im Zuge dessen die Bruststraffung mit Implantat statt.

Unter einem dieser Umstände lässt sich die Operation zudem ohne Versetzen der Brustwarzen durchführen:

  • Die Brüste dürfen nur leicht hängen.
  • Nach der Bruststraffung müssen vergleichsweise große Implantate eingesetzt werden.

Bruststraffung: Ablauf der Operation

Die Bruststraffung ist ein chirurgischer Eingriff und dauert zwischen zwei und drei Stunden – je nach gewählter Methode. Vor der Operation klärt die behandelnde Person noch einmal über die Vorgehensweise auf und beseitigt ggf. letzte Zweifel oder Unklarheiten. Nach der Bruststraffung müssen Patientinnen für gewöhnlich mindestens eine Nacht stationär in der Klinik bleiben. Sollte die Behandlung ambulant durchgeführt werden, muss zudem eine Begleitperson zur Abholung zur Verfügung stehen und eine unterstützende Versorgung in den ersten Tagen gewährleistet sein.

Wie sich Patientinnen auf den Eingriff vorbereiten müssen und wie die Bruststraffungs-OP abläuft, erfahren Sie im Folgenden.

Vor der Bruststraffung: Vorbereitung auf die OP

Bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr werden gewöhnlich eine Mammografie sowie eine Ultraschalluntersuchung vor der bruststraffenden Operation durchgeführt. Dadurch lassen sich etwaige Veränderungen am Brustgewebe feststellen. Sind in der Verwandtschaft Brustkrebserkrankungen bekannt, kann eine Mammografie auch bereits zu einem früheren Alter sinnvoll sein.[2]

Außerdem sollten alle Patientinnen in den drei Wochen vor der Bruststraffung nach vorheriger Absprache mit ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin …

  • blutverdünnende Medikamente absetzen – dazu gehören auch Schmerzmittel wie Aspirin sowie verschiedene Vitaminpräparate wie Vitamin C.
  • auf Alkohol und Nikotin weitestgehend verzichten, um eine gesunde Wundheilung nach dem Eingriff zu gewährleisten.[3]

Während der Bruststraffung: Techniken beim operativen Eingriff

Es gibt verschiedene Schnitttechniken bei einer Bruststraffung, um überschüssige Haut zu entfernen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die drei am häufigsten angewandten Bruststraffungsmethoden[4]:

Zirkuläre (periareoläre) BruststraffungBei dieser Schnitttechnik wird ein ringförmiger, an die Brustwarze grenzender Hautstreifen entfernt. Dadurch entsteht die Narbe direkt am Vorhof der Brustwarze, sodass sie später kaum noch zu sehen ist. Allerdings eignet sich dieses Verfahren nur, wenn nur wenig Haut bei der Bruststraffung entfernt werden muss. Denn andernfalls kann es zu einer unvorteilhaften Position der Brustwarze kommen.
Lejour-Technik zur BruststraffungIst eine geringe bis mittlere Bruststraffung notwendig, kommt die Lejour-Technik zum Einsatz. Dabei wird zusätzlich zum kreisrunden Schnitt um die Brustwarze herum noch ein senkrechter Schnitt unterhalb der Brustwarze gesetzt. Dort wird die Haut anschließend zusammengezogen. Auf diese Weise lassen sich auch sogenannte „Hängebrüste” sehr gut korrigieren.
Bruststraffung mit T-SchnittFür Bruststraffungen mit mittlerem und großem Hautüberschuss eignet sich der T-Schnitt am besten. Dabei werden wie beim Lejour-Schnitt ein kreisrunder Schnitt um die Brustwarze und ein senkrechter Schnitt darunter gesetzt. Zusätzlich erfolgt ein waagerechter Schnitt in der Unterbrustfalte. Auf diese Weise lässt sich der Hautüberschuss komplett entfernen.

Nach der Bruststraffung: die richtige Nachsorge und Pflege

In den ersten Wochen nach einer Bruststraffung ist der Brust- und Oberkörperbereich mit großer Vorsicht zu behandeln. Kalte Gel-Packs eignen sich in den ersten fünf Tagen, um die Brüste zu kühlen und die Heilung zu fördern. Während dieser Zeit sollten Patientinnen zudem ausschließlich auf dem Rücken schlafen, denn die Seiten- und Bauchlage belastet die empfindlichen Wundstellen. Den Verband, der direkt nach der Bruststraffung angelegt wird, entfernt das medizinische Fachpersonal nach einigen Tagen. Anschließend müssen die Patientinnen für eine Dauer von vier bis sechs Wochen einen speziellen Stütz-BH tragen, der das Brustgewebe entlasten soll und die Heilung unterstützt.

Zur weiteren Nachsorge einer Bruststraffung sind folgende Aspekte im Alltag zu berücksichtigen:

  • Duschen: In den ersten fünf Tagen nur bis zum Taillenbereich; für die Haarwäsche empfiehlt sich ein Friseurbesuch.
  • Berufstätigkeit: Urlaub für etwa ein bis zwei Wochen nach der Bruststraffung – je nach körperlicher Belastung im Beruf; für Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit gibt es keine Krankschreibung.
  • Sport: Leichtes Walken oder Schwimmen ist etwa drei Wochen nach der Bruststraffung wieder erlaubt; anstrengende Sportarten sind für zwei Monate zu vermeiden.
  • Sonneneinstrahlung und Solarium: Starke Sonneneinstrahlung auf den Wundbereich ist für zwei bis drei Monate nach der Bruststraffung zu vermeiden.
  • Rauchen: Grundsätzlich sollten Patientinnen auf Rauchen und Nikotin in Form von Pflastern und Kaugummis in den ersten Wochen komplett verzichten, da Nikotin die Durchblutung verschlechtert und dadurch die Wundheilung beeinträchtigt.

Zur richtigen Nachsorge einer Bruststraffung gehört außerdem die Narbenpflege. Die Narben sind direkt nach dem Eingriff dunkelrot verfärbt, verblassen jedoch schnell wieder. Die Narbenheilung lässt sich mit speziellen Wundpflastern[5] fördern. Diese werden in der Regel von der behandelnden Klinik zur Verfügung gestellt. Zudem gilt:

  • Sind die Narben abgeheilt, sollten die Stellen eine tägliche Druckmassage So werden die vernarbten Hautstellen weicher und geschmeidiger.
  • Viele Kliniken empfehlen die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Cremes und Gels, um die Haut zu pflegen und die Rückbildung der Narben zu beschleunigen.

Mögliche Schmerzen nach einer Bruststraffung

Nach der Bruststraffung erhalten Patientinnen eine Drainage, in der die Wundflüssigkeit ablaufen kann. Diese verursacht mitunter mittlere bis starke Schmerzen. Die meisten Kliniken geben deshalb Schmerztabletten mit. Nach wenigen Tagen wird die Drainage in der Klinik entfernt. Weiterhin klagen Patientinnen nach einer Bruststraffung häufig über:

  • gespannte, angeschwollene und druckempfindliche Brust
  • Müdigkeit und Erschöpfung

Mehr zu den möglichen Schmerzen infolge einer Bruststraffung erfahren Sie in unserem Ratgeber „Bruststraffung: Diese Schmerzen können auftreten“.

Risiken und Probleme bei der Bruststraffung

Wie bei jedem operativen Eingriff können auch bei einer Bruststraffung Komplikationen auftreten. Welche Probleme besonders häufig sind, sehen Sie in der folgenden Tabelle:

Häufige Probleme nach einer BruststraffungSeltene Probleme bei BruststraffungenSehr seltene Probleme nach Bruststraffungen
Narben

(je nach Schnitttechnik (a) um die Brustwarze, (b) vertikale Stegnarbe von der Brustwarze zur Brustumschlagfalte, (c) in der unteren Brustumschlagfalte)[6]
InfektionenAbsterben von Brustgewebe, z. B. Haut, Brustwarze, Drüsen (vorwiegend betroffen sind stark rauchende Patientinnen)
SchmerzenThrombose
Blutergüsse, die mit Verfärbungen der Brust einhergehenEingeschränkte oder verlorene Stillfähigkeit

Bruststraffung: Erfahrung von Patientinnen

Auf Brustoperation-Vergleich.de finden Interessierte an einer Bruststraffung Erfahrungsberichte von ehemaligen Patientinnen. Diese teilen Informationen zu den einzelnen Methoden sowie den jeweiligen Ärzten und Kliniken. Wir veröffentlichen eine Bewertung oder Erfahrung zur Bruststraffung nur, wenn die Patientin bereits Kontakt mit den ärztlichen Fachkräften oder der Klinik hatte. So stellen wir sicher, dass die Bewertung seriös und hilfreich für weitere Interessenten ist.

Weiterhin erleichtern wir die Wahl für das richtige medizinische Fachpersonal mit unserer Service-Note. Sie wird individuell für jeden Arzt berechnet und gibt detailliert Auskunft über diese Informationen:

  • Qualifikation
  • Service
  • Patientenmeinungen
  • im Preis enthaltene Leistungen

So können Interessentinnen bequem und schnell einen Vergleich durchführen und feststellen, welcher Anbieter am besten für sie geeignet ist. Sie haben Fragen und benötigen weitere Informationen zum Thema Bruststraffung? Rufen Sie uns an – wir beraten Sie gern. Kostenlos und unverbindlich!

Telefon: 0800 200 50 60

Sie möchten noch mehr über die Bruststraffung und die Erfahrung von Ärzten hören? Dann lesen Sie unser Experteninterview zur Bruststraffung mit Dr. med. Ioannes Koutses.

Experteninterview zur Bruststraffung mit Dr. med. Ioannes Koutses, Facharzt für Plastische und Allgemeinchirurgie:

Was passiert bei einer Bruststraffung?

Dr. med. Koutses: „Alterungsprozess, Schwangerschaften, Stillzeit oder auch Gewichtsschwankungen können die Ursachen für eine Erschlaffung der Brust sein. Besonders für junge Frauen kann ein frühzeitiges Erschlaffen der Brust eine enorme Belastung darstellen. Durch eine Bruststraffung wird die Brust wieder in ihre ursprüngliche Form gebracht. Bei geringen Erschlaffungen mit Volumenverlust kann eine Volumensubstitution in Form einer Eigenfett-Transplantation oder die Implantation einer Silikonprothese die Lösung sein.

Im Falle einer ausgedehnten Erschlaffung der Brust mit ausreichendem Volumen genügt es, die überschüssige Haut zu entfernen und die Brustwarzen mithilfe der eigenen Durchblutung und Nervenversorgung natürlich anzuheben. Es stehen mehrere Methoden zur Bruststraffung zur Verfügung, die allesamt eine Formung des Brustgewebes vorsehen, um das Ergebnis nachhaltiger zu gestalten.“

Wie lange hält das Ergebnis einer Bruststraffung?

Dr. med. Koutses: „Abhängig von der Lebensweise einer Patientin kann eine Bruststraffung bis zu zehn Jahre anhalten. Durch eine Straffung werden die Brüste in ihrer Form nachhaltig verändert. Ein lang anhaltendes Ergebnis wird vor allem durch einen gesunden Lebensstil und konstantes Körpergewicht gefördert. Jedoch können der natürliche Alterungsprozess sowie eine Schwangerschaft oder auch familiäre Disposition durchaus erneut zu einer frühzeitigen Erschlaffung der Brüste führen. Eine weitere operative Bruststraffung ist in diesen Fällen durchaus denkbar.“

Ist eine Bruststraffung ohne Narbe möglich?

Dr. med. Koutses: „Es gibt Methoden der Bruststraffung, die ein Ergebnis ohne Bildung einer Narbe zulassen. Bei einer geringen Erschlaffung der Brüste im Zusammenhang mit Volumenverlust ist beispielsweise eine Korrektur durch eine Eigenfett-Transplantation möglich. Der Prozess muss zuweilen zwei- bis dreimal wiederholt werden, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wird. Das Eigenfett wird mithilfe einer Spritze injiziert – es ist also kein operativer Eingriff nötig. Ein weiterer Vorteil einer Brustvergrößerung durch Eigenfett-Transplantation ist, dass sich das Ergebnis sehr natürlich anfühlt.

Bei einer Behandlung mit Hilfe von einer Silikonprothesenimplantation wird der Einschnitt an einer nicht gut einsehbaren Stelle durchgeführt, sodass die Narbe möglichst versteckt ist.“

Wird nach der (operativen) Bruststraffung eine Narbe zu sehen sein? Wenn ja, wie pflege ich diese so, dass sie möglichst unauffällig ist?

Dr. med. Koutses: „Die operative Bruststraffung hinterlässt Narben, deren Ausdehnung je nach angewandter Methode unterschiedlich ist. Meist verlaufen sie um die Brustwarzenhöfe in der Mitte der Brust, vom Brustwarzenhof zur Mitte der unteren Brustfalte sowie in der Brustfalte selbst. Die Sichtbarkeit der Narbe hängt sehr stark vom Heilungsverlauf und der individuellen Narbenbildung ab. Es sollte unmittelbar nach der Operation zum Beispiel unbedingt auf sportliche Aktivitäten verzichtet werden, um eine einwandfreie Heilung der Narbe zu gewährleisten. Eine Therapie zur Verbesserung des Aussehens der Narbe ist allerdings möglich. Hier können sich Silikonpflaster oder Silikon-Gel als wirksam erweisen.“

 

Über Dr. med. Ioannes Koutses:

Dr. med. Ioannes Koutses hat das Studium der Humanmedizin an der Universität München absolviert. Anschließend legte er zuerst die Facharztausbildung für Allgemeinchirurgie ab und erlangte außerdem den Facharzttitel für plastische und Handchirurgie. Danach war er als Oberarzt der Abteilung plastische und Handchirurgie in Hamburg tätig. Dr. med. Ioannes Koutses hat außerdem durch berufliche Tätigkeiten in den USA und Großbritannien seinen Erfahrungsschatz erweitern können. Er ist ordentliches Mitglied der „Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen“, um stets durch die Teilnahme an Kongressen und Weiterbildungen auf dem neuesten medizinischen Stand zu bleiben.

 

 

[1] Jandali, Z.; Müller, K.; Jiga, L. (Hg.): Wiederherstellungsoperationen nach starker Gewichtsabnahme. S. 58. Berlin: Springer, 2018.

[2] Jandali, Z.; Müller, K.; Jiga, L. (Hg.): Wiederherstellungsoperationen nach starker Gewichtsabnahme. S. 58. Berlin: Springer, 2018.

[3] Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), Kurzratgeber Brustverkleinerung: https://www.dgaepc.de/kurzratgeber-brustverkleinerung/ (Stand: 18.11.2016).

[4] Liehn, M.; Köpcke, J.; Richter, H.; Kasakov, L. (Hg.): OTA-Lehrbuch. 2. Aufl. S. 403 f. Berlin: Springer, 2018.

[5] Prof. Dr. med. Dr. habil. Mang, Werner L.: Mein Schönheitsbuch. S. 164. Stuttgart: TRIAS, 2006.

[6] Gros, R.: Die weibliche Brust. S. 51. Berlin, New York: de Gruyter, 1987.


Häufige Fragen

Was ist eine Bruststraffung?
Die Bruststraffung (Mastopexie) ist ein Eingriff der ästhetisch-plastischen Chirurgie und meist eine Form der Brustverkleinerung. Allerdings können Bruststraffungen auch durch Vergrößerungen erreicht werden, indem Implantate oder Eigenfett für die Füllung der Brust verwendet wird.
Wie viel kostet eine Bruststraffung?
Die Kosten einer Bruststraffung richten sich in erster Linie nach der Operationsmethode, der Erfahrung des Arztes und den anatomischen Voraussetzungen der zu straffenden Brüste. Grundsätzlich sollten Frauen mit Kosten zwischen 4.500 Euro und 7.500 Euro rechnen. Bei den Preisen handelt es sich meist um Komplettpreise, weshalb interessierte Frauen gut die Angebote von verschiedenen Ärzten und Kliniken vergleichen können.
Was passiert bei einer Bruststraffung?
Die Operationsmethoden bei einer Bruststraffung sind vielfältig. So kann eine Brust gestrafft werden, indem lediglich ein Hautüberschuss entfernt werden. Allein in diesem Bereich gibt es über 20 verschiedene Schnitttechniken der Chirurgie, wobei sich ein Schnittverfahren als Standard etabliert hat. Darüber hinaus sind Straffungen auch im Rahmen einer Brustvergrößerung oder einer Brustverkleinerung möglich. Bei ersterem werden in der Regel Implantate eingesetzt. Jedes dieser Verfahren bietet Vor- und Nachteile und ist nicht für alle Patientinnen geeignet.
Wie lange halten die Schmerzen nach einer Bruststraffung an?
In den ersten Tagen nach der Operation leiden die Patientinnen unter mittleren bis starken Schmerzen, die meisten Kliniken geben deshalb Schmerztabletten mit. Die Brust ist einige Wochen gespannt, angeschwollen und druckempfindlich, außerdem fühlen sich viele Frauen müde und erschöpft. Der Verband, der direkt nach der Bruststraffung angelegt wird, wird nach einigen Tagen entfernt. Anschließend müssen die Patientinnen für eine Dauer von vier bis sechs Wochen einen speziellen Stütz-BH tragen, der das Brustgewebe entlasten soll und die Heilung unterstützt.