Brust-OP trotz Corona: Ist das aktuell möglich?

Eine bereits geplante Brust-OP trotz der Corona-Krise durchzuführen, sorgt bei vielen Patienten und Patientinnen für Unsicherheiten. Generell ist den Empfehlungen und Hygienerichtlinien der Weltgesundheitsorganisation und des Robert Koch-Instituts Folge zu leisten – das gilt sowohl für medizinisches Fachpersonal als auch für zu behandelnde Personen. Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste rund um die Durchführung einer Brust-OP trotz Corona und wann es sinnvoll ist, geplante Eingriffe zu verschieben.

Kann eine Schönheits-OP trotz der Corona-Krise stattfinden?

Viele Kliniken und Praxen führen den Betrieb inklusive der Beratungen, Behandlungen und Operationen bis auf Weiteres fort. So können Interessierte eine Brustoperation auch in Corona-Zeiten durchführen lassen. Es kommt allerdings teilweise zu veränderten Praxisabläufen. Auch die bereits hohen Hygienestandards erweitern die Kliniken um zusätzliche Maßnahmen, um einer möglichen Verbreitung des Covid-19-Virus vorzubeugen. Dazu gehören:

  • Einhaltung eines Mindestabstands zwischen Patienten
  • Verzicht auf Begleitpersonen
  • Maskenpflicht in den klinischen Räumlichkeiten
  • Pünktliches Erscheinen zum geplanten Termin, um Begegnungen mit anderen Patienten zu vermeiden

Alternativ zu einer Beratung vor Ort bieten Praxen für plastische und ästhetische Chirurgie auch zunehmend eine Beratung online sowie per Telefon an.

Besteht durch eine Brust-OP ein erhöhtes Risiko, an Covid-19 zu erkranken?

Eine Brustoperation findet in der sterilen Umgebung eines Operationssaals statt. Während des Eingriffs besteht folglich kein erhöhtes Risiko für eine Covid-19-Infektion. Vor und nach der Behandlung sind die allgemeingültigen Hygienerichtlinien zu befolgen, um das Risiko einer Corona-Infektion so gering wie möglich zu halten, insbesondere …

  • … bei der Beratung durch die ärztliche Fachkraft.
  • … im Wartezimmer und den übrigen Räumlichkeiten der Klinik.

Das Coronavirus wird in erster Linie per Tröpfcheninfektion übertragen, d. h., wenn Tröpfchen durch Husten und Niesen über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden. Darüber hinaus ist eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen insbesondere in der unmittelbaren Umgebung einer infizierten Person nicht auszuschließen. Entsprechend wichtig es daher, vor und nach der Brust-OP die Corona-Regeln zu befolgen:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Einhaltung des Mindestabstands
  • Vermeiden von Berührungen im Gesicht, insbesondere an Augen, Nase und Mund

Sind Begleitpersonen bei der Brust-OP trotz Corona erlaubt?

Derzeit sollte jeder den Kontakt mit Menschen auf ein Minimum reduzieren.[1] Viele Praxen erlauben es daher nicht, eine Begleitperson zur Brustoperation in Corona-Zeiten mitzubringen. Andere Kliniken bitten ihre Patienten, darauf zu verzichten, wenn eine Begleitung aus medizinischen Gründen nicht notwendig ist.

Sollten Patienten ihre geplante Brust-OP aufgrund von Corona absagen?

Nein, Interessierte müssen ihre geplante Brustoperation nicht wegen der aktuellen Corona-Situation absagen. Sie sollten jedoch darauf achten, dass sie sich insgesamt gesund fühlen. Steht bei Ihnen eine Brust-OP unmittelbar bevor, sollten Sie frei von folgenden Symptomen[2] sein:

  • Fieber
  • Husten
  • Atembeschwerden
  • Verlust des Geruchs- und/oder des Geschmackssinns

Die Brustoperation kann nicht stattfinden, wenn Sie …

  • … in den vergangenen Wochen Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde.
  • … in einem Risikogebiet waren.
  • … grippeähnliche Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden aufweisen.

Richten Sie sich in diesen Fällen nach den Angaben der Gesundheitsbehörde und wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin.[3] Er bzw. sie wird Sie zum weiteren Vorgehen beraten.

Wann kann eine Brustoperation wegen Corona nicht stattfinden?

Unter folgenden Umständen sollten Betroffene ihre bevorstehende Brustoperation absagen bzw. verschieben:

  • Wenn sie sich krank fühlen
  • Wenn sie an Symptomen des Coronavirus wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden leiden
  • Wenn sie in den letzten Wochen in einem Covid-19-Risikogebiet waren
  • Wenn sie unmittelbaren Kontakt zu einer Covid-19-infizierten Person hatten
  • Wenn sie an Covid-19 erkrankt sind

Wo finde ich weitere Informationen zum Coronavirus?

Aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesgesundheitsministeriums.

 

[1] Bundesministerium für Gesundheit: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/alltag-gestalten (Stand: 22.01.2021).

[2] Bundesministerium für Gesundheit: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/symptome-erkennen (Stand: 28.01.2021).

[3] World Health Organization: https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public (Stand: 22.01.2021).


Häufige Fragen

Muss ich mich vor meiner Brust-OP auf Corona testen lassen?
In vielen Kliniken müssen Patienten und Patientinnen vor einem operativen Eingriff ein negatives Testergebnis vorweisen – entweder auf Grundlage eines PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden ist, oder durch einen Schnelltest am Tag des Eingriffs.
Kann ich mich vor der Brust-OP online beraten lassen?
Ja, die meisten Kliniken, die eine Brustoperation auch in Corona-Zeiten durchführen, bieten Videosprechstunden an. Interessierte können so online mit der Praxis ihrer Wahl in Kontakt treten und sich bequem und sicher von zu Hause aus beraten lassen.
Kann ich eine Begleitperson zu meiner Brust-OP trotz Corona mitbringen?
Die meisten Praxen erlauben es nicht, eine Begleitperson zur Brustoperation in Corona-Zeiten mitzubringen. Patienten, für die eine Begleitung aus medizinischen Gründen nicht notwendig ist, sollten daher darauf verzichten, mit weiteren Personen zu erscheinen.
Muss ich meine Brust-OP wegen Corona absagen?
Nein, Patienten und Patientinnen müssen ihre bevorstehende Brustoperation in Corona-Zeiten nicht absagen. Allerdings sollten sie den Eingriff verschieben, wenn sie an Covid-19 erkrankt sind oder Symptome des Coronavirus aufweisen sowie wenn sie kürzlich in einem Risikogebiet waren oder unmittelbaren Kontakt zu einer Covid-19-infizierten Person hatten.