Brustimplantate – Infos zu Formen, Materialien, Risiken & mehr

Ein wohlgeformter Busen ist vielen Frauen wichtig. Eine schöne Brust stärkt häufig auch das Selbstbewusstsein der Frau. Bevor eine Brustvergrößerung stattfindet, wird der gewählte Arzt eine umfangreiche Voruntersuchung durchführen. Es wird besprochen, welche Art von Implantaten sich am besten eignet. Brustimplantate unterscheiden sich in Form und Größe, im inneren und äußeren Material und in der Beschaffenheit der Oberfläche.

Was sind Brustimplantate?

Für schöne Brüste entscheiden sich viele Frauen für eine Brustvergrößerung mit Implantaten. Dabei handelt es sich um Kissen aus Kunststoff, die in das Brustgewebe eingesetzt werden. Die Hülle besteht oft aus Silikon. Gefüllt sind Brustimplantate meist mit einem auslaufsicheren Silikongel oder einer Kochsalzlösung. Die Oberfläche der Brustimplantate kann angeraut oder glatt sein. Überwiegend wird die texturierte Variante eingesetzt. Texturierte Implantate sollen ein Verwachsen mit dem Brustgewebe und ein Verrutschen verhindern.

Brustimplantate – Informationen im Überblick

Kosten500 bis 1.000 Euro
MaterialSilikongel oder Kochsalzlösung
Formenrund oder anatomisch
gängige Größen 180 bis 700 ml
Lageüber oder unter dem Brustmuskel
Haltbarkeit20 Jahre und länger

Material von Brustimplantaten

Brustvergrößerung

Größere Brüste durch OP

Brustimplantate unterscheiden sich vor allem im Material und in der Form. Die erste Brustvergrößerung wurde 1895 durchgeführt, indem einer Frau eine Fettgeschwulst implantiert wurde. Seitdem haben Mediziner mit verschiedenen Stoffen experimentiert: Neben Glaskugeln und Wolle verwendeten die Ärzte damals Elfenbein und Rinderknorpel. Auch Bienenwachs, Paraffin und Polyethylen wurden bis in die 1950 Jahre in Brüste von Frauen injiziert, um eine Vergrößerung zu erreichen. Mit Sojaöl gefüllte Implantate wurden bereits nach kurzer Zeit vom Markt genommen, weil die chemische Beständigkeit nicht gewährleistet war – das Öl wurde ranzig und verdarb.

Die ersten Brustimplantate aus Silikon wurden 1961 entwickelt, ein Jahr später fand die erste Operation statt. Seit 2001 gibt es in Europa ein Gütesiegel, das die Qualität der Implantate gewährleistet. Heute bestehen Brustimplantate aus einer Silikonhülle, die mit einem Silikongel gefüllt ist. Bis vor wenigen Jahren wurde auch eine Kochsalzlösung verwendet. Das Silikongel bietet verglichen mit der Kochsalzlösung den Vorteil, dass es nicht auslaufen kann, auch wenn die Hülle durch einen Unfall oder andere Einflüsse beschädigt wird.

Wann werden Brustimplantate verwendet?

Brustimplantate werden gewöhnlich bei einer Brustvergrößerung verwendet. Dabei handelt es sich meist um eine Operation mit ästhetischen Hintergrund. Allerdings kann der Eingriff auch medizinisch indiziert sein. Wenn die Brust durch eine Krebserkrankung oder infolge eines Unfalls entfernt werden musste, kann ein Wiederaufbau notwendig ist. Außerdem können Brustimplantate bei einer Bruststraffung eingesetzt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Nachdem die überschüssige Haut entfernt wurde, kommt es häufig vor, dass die Patientin ihre Brust als zu klein empfindet. Meistens handelt es sich dann um vergleichsweise kleine Brüste mit wenig Drüsen- und Fettgewebe und einem großen Hautüberschuss. Mit einem zusätzlich eingesetzten Implantat wird die Brust wieder straff und wohlgeformt.

Brustimplantate: rund oder anatomisch?

Brustimplantate unterscheiden sich in ihrer Form. In der Regel können Patientinnen zwischen zwei Implantatformen wählen. Während es Implantate in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Oberflächen gibt, stehen bei den Formen weitgehend nur runde und anatomi-sche Modelle zur Auswahl. Welche Form für eine Patientin geeignet ist, muss sie gemeinsam mit dem Arzt in der Voruntersuchung festlegen.

Runde Brustimplantate für eine volle Brust

Wünscht sich die Patientin eine volle Brust, kommen vor allem runde Brustimplantate infrage. Diese heben neben dem unteren vor allem auch den oberen Bereich der Brust an. Dadurch wird das Dekolleté betont. Außerdem sieht die Brust größer aus als mit einem anatomischen Implantat mit gleichem Volumen. Ist das Implantat allerdings zu groß, wirkt die Brust eher künstlich. Dafür haben runde Brustimplantate jedoch den Vorteil, dass sich ihre Lage nicht sichtbar verändern kann.

Anatomische Brustimplantate für eine natürliche Brust

Damit nach der Brustvergrößerung ein möglichst natürlicher Eindruck der Brust entsteht, empfehlen Ärzte häufig anatomisch geformte Brustimplantate. Sie sind tropfenförmig und verschmälern sich nach oben. So ist der untere Bereich der Brust voll und der obere Bereich eher flach. Eine natürliche Form entsteht. Anatomische Implantate haben jedoch den Nachteil, dass sie bei gleichem Volumen kleiner wirken als runde Implantate. Zudem können Verdrehungen der Brustimplantate äußerlich sichtbar werden. Dies kann eine Korrektur der Lage erfordern.

Fazit: Runde oder anatomische Brustimplantate?

Für die Wahl der Implantatsform spielen die Anatomie der Patientin sowie deren Erwartungen und Wünsche eine wesentliche Rolle. Besprechen Sie in der Voruntersuchung mit dem Arzt genau, wie Sie sich die perfekte Brust vorstellen. Der Arzt wird Sie dann umfassend beraten und das richtige Brustimplantat empfehlen. Zusätzlich kann die Implantatsform während der Voruntersuchung in einem speziellen BH getestet werden.  Mittlerweile bieten viele Ärzte auch eine 3D-Simulation an. Dadurch wird das voraussichtliche Ergebnis der Brustvergrößerung sehr gut veranschaulicht. Ist ein natürliches Aussehen gewünscht, sollten die Brustimplantate nicht zu groß gewählt werden. Auch anatomische Implantate mit zu viel Volumen können künstlich wirken.

Größe der Brustimplantate

Brustvergrößerung Silikon

Für die meisten Frauen spielt die Größe der Brustimplantate eine entscheidende Rolle. Welche Größe für die Patientin geeignet ist, kann sie nur im Gespräch mit dem Arzt herausfinden. Meist werden Implantate mit einem Volumen zwischen 250 und 600 ml eingesetzt. Die durchschnittliche Größe liegt bei etwa 320 ml je Brust. Der Arzt sollte auf die Bedürfnisse und Wünsche der Patientin eingehen. Er wird aber auch aus medizinischer Sicht beurteilen, welche Größe umsetzbar ist. Denn neben der Form bestimmt vor allem die Größe der Brustimplantate das Ergebnis.

B-lite Brustimplantate für sehr große Brüste

Neben herkömmlichen Brustimplantaten gibt es seit Kurzem eine Weiterentwicklung, die besonders für Frauen mit dem Wunsch nach deutlich größeren Brüsten interessant ist. Die sogenannten B-lite Implantate sind bis zu 30 % leichter als normale Brustimplantate und belasten dadurch weniger die Haut und das Gewebe. Die Gewichtsreduktion der in Deutschland produzierten Implantate wird durch kleine Hohlkugeln ermöglicht. So wiegt ein B-lite Implantat mit einem Volumen von 300 ml nicht mehr wie bisher 300 g sondern nur noch rund 220 g. Ein Vorteil des geringeren Gewichts von B-lite Implantaten ist, dass die Brüste im Alter deutlich weniger sinken.

Brustimplantate: Operation und Schnitttechniken

Haben sich Arzt und Patientin für eine Brustvergrößerung mit Implantaten entschieden, die idealen Brustimplantate ausgewählt und alle Risiken sowie möglichen Komplikationen besprochen, findet die Operation statt. Sie dauert ein bis zwei Stunden und wird in der Regel stationär unter Vollnarkose durchgeführt. Die Patientin bleibt mindestens eine Nacht in der Klinik. Auf ausdrücklichen Wunsch bieten einige Ärzte auch eine ambulante Behandlung an. Dann sollte aber sichergestellt sein, dass die Patientin in den ersten Tagen von der Familie oder Freunden betreut wird.

Für das Einsetzen der Brustimplantate stehen grundsätzlich drei Wege zur Verfügung. Die häufigste Methode ist ein etwa vier Zentimeter langer Schnitt unterhalb der Brust in die Unterbrustfalte. Dieser Zugang ermöglicht ein sehr genaues Einsetzen des Implantats. Andere Zugangswege sind ein Schnitt in die Achselhöhle oder ein Schnitt im unteren Bereich des Brustwarzenhofs.

Brustvergrößerung - Schnitttechniken

Brustvergrößerung – Schnitttechniken

Brustimplantate – UBM oder ÜBM?

Bei der Entscheidung für eine Brustvergrößerung mit Implantaten muss auch geklärt werden, wo genau die Implantate in der Brust positioniert werden sollen. Möglich ist die Implantation über (ÜBM) oder unter (UBM) dem Brustmuskel. Ob Brustimplantate über oder unter dem Brustmuskel platziert werden, hängt unter anderem von der natürlichen Brustform und -größe sowie von der Beschaffenheit der Brust ab. Ebenso spielt die Größe der gewünschten Implantate sowie der allgemeine Körperbau der Patientin eine wichtige Rolle.

Brustimplantate einsetzen

Brustimplantate einsetzen

Brustimplantate unter dem Muskel (UBM)

Werden Implantate unter dem Muskel eingesetzt (UBM), stehen zwei Methoden zur Auswahl. Die Brustimplantate können submuskulär oder subpectoral positioniert werden.

Submuskuläre Technik bei Brustvergrößerung

Brustvergrößerung

Bei dieser Methode werden die Brustimplantate vollständig unter dem Brustmuskel platziert. Sie empfiehlt sich vor allem für schlanke Frauen, die bislang eher kleine Brüste mit wenig Fett- und Drüsengewebe haben. Wird das Implantat unter den Muskel geschoben, verschwinden die Konturen des Implantats und sind von außen nicht sichtbar.

Allerdings kann nicht jede gewünschte Größe verwendet werden kann, weil der Platz unter dem Brustmuskel begrenzt ist. Deshalb setzen einige Ärzte in einer ersten Operation zunächst kleinere Implantate ein. Auf diese Weise wird der Muskel zunächst gedehnt. Sechs bis zwölf Monate später können größere Brustimplantate in die Tasche eingesetzt werden. Auch für sportliche Frauen eignet sich die submuskuläre Methode, weil die Implantate in der Bewegung fest unter dem Muskel sitzen. Dafür ist sie etwas schmerzhafter und die Heilung dauert unter Umständen länger.

Subpectorale Technik bei Brustvergrößerung

Bei der subpectorale Technik (auch dual plane genannt) bei der Brustvergrößerung werden die Brustimplantate nur teilweise unter den Muskel geschoben. Dafür wird der Brustmuskel gelöst und der obere Teil des Implantats wird darunter geschoben. Der untere Teil des Brustimplantats wird vom Brustgewebe (Drüsen, Fett) verdeckt. Dadurch können größere Implantate verwendet werden als bei der submuskulären Methode. Falls nur wenig Brustgewebe vorhanden ist, können sich allerdings Konturen abzeichnen. Die Brüste fühlen sich dann auch unnatürlich an.

Brustimplantate über dem Muskel (ÜBM)

Aufgrund der größeren Einschränkungen bei der Implantation unter dem Brustmuskel werden derzeit rund drei Viertel der Brustvergrößerungen ÜBM durchgeführt. Die Implantate werden also über dem Brustmuskel eingesetzt. Patientinnen sind dadurch schneller wieder arbeitsfähig. Auch die Schmerzen sind geringer. Beim Einsetzen der Brustimplantate über dem Muskel kann ebenfalls zwischen zwei Methoden unterschieden werden.

Subgranduläre Technik bei Brustvergrößerung

Bei diesem Verfahren wird das Implantat zwischen dem Brustmuskel und dem Drüsengewebe platziert. Diese Methode kommt besonders häufig zum Einsatz, weil sie schnell und leicht durchgeführt werden kann. Allerdings besteht das Risiko, dass sich Konturen des Brustimplantats auf der Haut abzeichnen können.

Subfasciliale Technik bei Brustvergrößerung

Die subfasciliale Brustvergrößerung wird seltener durchgeführt. Sie ist technisch etwas komplizierter als die Vergrößerung mit der subgrandulären Technik. Dabei wird das Implantat ebenfalls über dem Brustmuskel platziert. Im Unterschied zum subgrandulären Verfahren werden die Brustimplantate allerdings innerhalb der Faszie eingesetzt – also zwischen Muskel und Muskelhülle. Dieses Verfahren ist aufwendiger, hat aber den großen Vorteil, dass die Silhouette des Implantats ebenfalls vom Brustgewebe verdeckt wird und das Ergebnis der Brustvergrößerung natürlicher aussieht.

Mit der Brustvergrößerung über dem Muskel stehen dem Arzt mehr Möglichkeiten zur Verfügung, um das von der Patientin gewünschte Ergebnis zu erreichen. So kann ein deutlich sichtbares Dekolleté geformt werden. Ebenso lassen sich größere Brustimplantate einsetzen als unter dem Muskel. Auch Brüste, die an Volumen und Straffheit verloren haben, lassen sich mit der Implantation über dem Muskel sehr gut behandeln und anheben.

Kosten für Brustimplantate

Ein wesentlicher Anteil der Kosten einer Brustvergrößerung entfällt auf die Implantate. Die Kosten für Brustimplantate liegen zwischen 500 Euro und 1.000 Euro. In seltenen Fällen kann der Preis auch darüber oder leicht darunter liegen. Grundsätzlich sind runde Implantate günstiger als anatomisch geformte Brustimplantate. Deshalb wird in Komplettpreisen von Ärzten und Kliniken für eine Brustvergrößerung meist die runde Form angegeben. Für die komplette Operation müssen Patientinnen mit Kosten zwischen 3.500 Euro und 6.000 Euro rechnen.

Risiken bei Brustimplantaten

Grundsätzlich sind die Risiken bei Brustimplantaten als gering einzuschätzen. Dennoch muss vor jeder Brustoperation ein ausführliches Beratungsgespräch stattfinden, in dem die Patientin ausführlich auf die möglichen Komplikationen von Implantaten hingewiesen wird. Zu den möglichen Risiken von Brustimplantaten gehören:

  • Kapselfibrose (schmerzhafte Wucherung um das Brustimplantat)
  • Entstehung von Hautfalten
  • Infektion der Wunde
  • Störung der Wundheilung
  • Blutungen während und nach der Operation
  • starke Narbenbildung
  • Beschädigung des Implantats
  • vermindertes oder erhöhtes Empfindungsvermögen
  • unbefriedigendes Erscheinungsbild

Sollte es zu einer Kapselfibrose kommen oder das Implantat beschädigt sein, muss es entfernt werden. Meist wird dann direkt ein neues Brustimplantat eingesetzt. Bereits bei der Arztwahl sollte deshalb darauf geachtet werden, welche Qualifikationen er vorweisen kann. Erfahrungsberichte von anderen Patientinnen können ebenso hilfreich sein.

Brustimplantate – was ist zu beachten

Nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten spüren viele Frauen in den ersten Tagen, dass ihre Brust gespannt ist, teilweise schmerzt und empfindlich auf Berührungen reagiert. Für eine erfolgreiche und rasche Heilung ist es wichtig, dass der Spezial-BH, den es nach der Operation von der Klinik gibt, mindestens vier bis sechs Wochen getragen wird. Dadurch werden die Haut und die Narben an den Brüsten entlastet und das Gewebe kann besser abheilen. Sport sollte ebenfalls für vier bis sechs Wochen vermieden werden. Im Zweifel kann auch der Arzt zu Rate gezogen werden.

Etwa vier Wochen nach der Operation wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Brustimplantate nicht verrutscht und in der Brust keine Blutungen entstanden sind. Zusätzlich wird eine jährliche Nachsorge empfohlen, um eventuelle Unregelmäßigkeiten schnell zu entdecken. Werden diese Ratschläge befolgt, steht einem schönen Busen durch Brustimplantate nichts im Wege.

Hersteller von Brustimplantaten

Entscheiden sich Frauen für eine Brustvergrößerung mit Implantaten, spielen die Form und Größe eine wichtige Rolle. Nur mit dem richtigen Brustimplantat gelingt es dem Arzt, das gewünschte Ergebnis der Patientin zu erreichen. Am Markt haben sich mehrere große Hersteller von Brustimplantaten etabliert. Deshalb lohnt es sich, sich vor einem Termin beim Arzt einen Überblick über die gängigsten Hersteller zu verschaffen.

Brustimplantate: Hersteller im Überblick

Allergan

BrustvergrößerungZu den führenden Herstellern von Brustimplantaten gehört das US-amerikanische Unternehmen Allergan Inc. Im Programm stehen rund 500 verschiedene Implantate, die sich in Form, Größe und Material, Oberfläche und Konsistenz unterscheiden. Wenn ein Arzt Ihnen Brustimplantate des Herstellers Allergan anbietet, können Sie also aus einer breiten Vielfalt von Modellen entscheiden. Dadurch ist es möglich, das gewünschte Ergebnis der Brustvergrößerung zu erreichen.

Brustimplantate des Herstellers Allergan durchlaufen zahlreiche Produktions- und Qualitätstests, sodass neben den strengen Vorschriften der US-Behörde FDA auch die Richtlinien für europäische Medizinprodukte eingehalten werden. Dank der BIOCELL-Texturierung sitzt das Implantat lange Zeit an der gewünschten Position in der Brust. Darüber hinaus wird derzeit geprüft, ob dadurch das Risiko einer Kapselfibrose reduziert werden kann.

Mentor

Mentor ist eines der führenden Unternehmen im Bereich medizinischer Produkte und stellt seit mehr als 30 Jahren Brustimplantate her. Seit 2006 hat Mentor, ebenso wie Allergan Inc., die Zulassung für den Vertrieb von Silikonimplantaten von der US Food and Drug Administration (FDA). Brustimplantate dieses Herstellers zeichnen sich durch ihre formstabilen Eigenschaften aus. Grund dafür ist das sog. MemoryGel, wodurch sich die Brust sehr natürlich anfühlt. Seit 2009 gehört Mentor als Hersteller von Brustimplantaten zum US-Unternehmen Johnson & Johnson.

Eurosilicone

Bei Eurosilicone handelt es sich um einen französischen Hersteller von Brustimplantaten. Das Unternehmen hat über 20 Jahre Erfahrung und vertreibt seine Produkte in mehr als 90 Ländern weltweit. Jährlich produziert Eurosilicone rund 250.000 Implantate und erreicht nach eigenen Angaben eine nachweisliche Verringerung von Kapselfibrosen durch die besondere Oberflächentextur. Eurosilicone hatte vor einigen Jahren auf sich aufmerksam gemacht, weil es im Rahmen des PIP-Skandals gemeinsam mit plastischen Chirurgen beim schnellen Wechsel von fehlerhaften Implantaten half. Darüber hinaus gibt es bei Eurosilicone für alle Patientinnen die GCA Komfort-Garantie für Silikon-gefüllte Brustimplantate. Der Hersteller stellt im Falle eines Austauschs infolge von Beschädigungen oder Kapselfibrosen neue Implantate zur Verfügung – die Patientin trägt dann lediglich die Kosten für die Operation.

Nagor

Nagor ist der einzige Hersteller in Großbritannien für Brustimplantate und betreibt Fabriken in Schottland und England. Ebenso wie Eurosilicone gehört Nagor zum GC Aesthetics Group und arbeitet mit mehr als 40 Partnerunternehmen weltweit zusammen. Bislang hat Nagor mehr als 34 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Brustimplantaten.

Poly Implant Prothese (PIP)

Das Unternehmen Poly Implant Prothese, kurz PIP, war ein französisches Unternehmen und erhielt vor einigen Jahren viel Aufmerksamkeit, weil die Brustimplantate des Herstellers aus minderwertigem Silikon hergestellt wurden. PIP war drittgrößter Hersteller von Brustimplantaten. 2011 wurde das Unternehmen aufgelöst. Aufgrund der schlechten Qualität des Materials waren die Implantate gerissen oder Silikongel ausgetreten. Weltweit ließen sich etwa 400.000 Frauen Brustimplantate des Herstellers PIP einsetzen.

Brustimplantate beim Polizeidienst

Wenn sich Frauen die Brüste vergrößern lassen möchten, kann die Berufswahl eine wichtige Rolle spielen. Besonders in Berufen, in denen eine erhöhte Gefahr für Verletzungen besteht, können Brustimplantate ein Hindernis für eine Anstellung sein. Grundsätzlich muss zwischen Brustvergrößerungen mit Implantaten und Brustvergrößerungen mit Eigenfett unterschieden werden, wenn der Aspekt der Sicherheit berücksichtigt werden soll.

Zur Polizei nach Brustvergrößerung

Brustvergrößerung

Wenn sich eine Frau bei der Polizei bewirbt, muss sie damit rechnen, körperlicher Gewalt ausgesetzt zu sein. Vor diesem Hintergrund kann eine Brustvergrößerung hinderlich sein. Moderne Brustimplantate haben zwar eine mehrwandige Hülle und können nicht mehr auslaufen. Dennoch ist es möglich, dass Implantate nach massiver Gewalt- oder Krafteinwirkung oder durch Quetschungen reißen können und in der Folge ausgetauscht werden müssen. Zudem halten Brustimplantate nicht ein Leben lang, sondern müssen gewöhnlich nach 15 bis 20 Jahren ausgetauscht werden. Ist dies der Fall, wäre eine Polizistin, insbesondere im Außendienst, für mehrere Monate nicht einsetzbar. Zunächst müssten die Narben verheilen und die Implantate fest mit dem Brustgewebe verwachsen.

Kein Verbot für Brustimplantate im Polizeidienst

Dennoch gibt es kein Verbot für Brustvergrößerungen mit Implantaten beim Polizeidienst. Zwar wurden Bewerberinnen bereits abgelehnt, weil sie wahrheitsgemäß eine Brustvergrößerung mitteilten. Doch inzwischen haben einige Gerichte zugunsten der Klägerinnen entschieden. Wichtig ist, dass die Polizistin in der Ausübung ihrer Tätigkeit durch die Brustvergrößerung mit Implantaten nicht eingeschränkt ist und bspw. Schutzkleidung tragen kann.

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Telefon: 0800 200 50 60


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