Bruststraffung: Diese Schmerzen können auftreten

Bruststraffung OperationEs ist normal, dass nach einer Bruststraffung (Mastopexie) Schmerzen auftreten. Immerhin ist die Operation ein chirurgisch-operativer Eingriff, bei dem Gewebe sowie Hautabschnitte entnommen werden. Unter Umständen kommt es auch zur Versetzung der Brustwarze. Wir klären über die häufigsten Symptome sowie über die Zeit nach dem Eingriff auf und zeigen passende Methoden für die Nachbehandlung.
 

Nach der Bruststraffung: Übliche Wundheilung

Die Bruststraffung ist ebenso wie die Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) und Brustverkleinerung (Mammareduktion) ein chirurgischer Eingriff, der eine Belastung für den Körper darstellt. Daher wird i. d. R. unter Vollnarkose operiert. Die gesamte Bruststraffung dauert etwa 90 bis 180 Minuten. Anschließend legt der Chirurg bzw. die Chirurgin Drainagen ein, die bei der Patientin oftmals zu stärkeren Schmerzen führen. Nach ein bis zwei Tagen werden diese jedoch bereits wieder entfernt. Resorbierbare Fäden (selbstauflösende Fäden) müssen erst nach zwei bis drei Wochen gezogen werden. Außerdem erhält jede Patientin einen Stütz-BH, der die Last von der Brust und dem Brustmuskel nimmt und somit die Wundheilung unterstützt. Alternativ dazu kann auch ein Pflasterverband oder die Umwicklung des Brustkorbs mit einer breiten, elastischen Binde, vorgenommen werden.[1]

Während dieser Zeit nach der Operation ist es normal, dass leichte bis mittlere Schmerzen bei den Behandelten auftreten.

 Schmerzhafte Symptome nach einer Bruststraffung

Unmittelbar nach der Operation wird die Brust anschwellen und hochstehen. Dies kann sich in den ersten Tagen und Wochen unangenehm anfühlen. Generell sind nach einer Bruststraffung die Schmerzen individuell und von der angewandten Operationsmethode abhängig. Als Teil der Nachsorge sollten Patientinnen den Fortschritt der Heilung regelmäßig vom operierenden Fachpersonal untersuchen lassen. Übermäßige Schmerzen sollten direkt angesprochen werden. Die folgenden Unannehmlichkeiten und Schmerzen nach einer Bruststraffung sind i. d. R. als unbedenklich einzustufen.

 Die 3 häufigsten Symptome nach der Brust-OP

  • Druckgefühl:
    Die meisten Patientinnen spüren nach einer Bruststraffung einen mehr oder weniger starken Druck im Brustbereich. Dieser wird von der Straffung der Haut und der einsetzenden Wundheilung verursacht und klingt nach einigen Tagen bis Wochen ab.
  • Blutergüsse:
    Durch den operativen Eingriff entstehen Blutergüsse sowie blaue Flecken, die im Anschluss noch deutlich sichtbar sind. Mit zunehmendem Heilprozess gehen diese aber relativ zügig wieder zurück. Bis zu etwa drei Wochen nach der OP können die Verfärbungen an den Brüsten sichtbar sein. Außerdem müssen Patientinnen für etwa drei bis fünf Wochen mit leichten Schwellungen rechnen.[2]
  • Schmerzen nach Bruststraffung bei Berührungen:
    Auch nachdem der anfängliche Druckverband abgenommen wurde, sollten die Brüste nicht unnötig angefasst werden. Auch ruckartige Bewegungen sowie Sport und andere intensive körperliche Aktivitäten sind in den ersten Wochen zu vermeiden, da diese Schmerzen verursachen und die Wundheilung stören können.

Seltene Symptome nach einer Bruststraffung

  • Serome und Hämatome:

In seltenen Fällen kommt es nach einer Operation an der Brust zu Schwellungen, die durch eine Ansammlung von Blut oder Gewebeflüssigkeit entstehen. Diese werden als schmerzhafter wahrgenommen als ein herkömmlicher Bluterguss. Diese Schwellung wird auch Hämatom (bei einer Blutansammlung) oder Serom (bei einer Ansammlung von Gewebeflüssigkeit) genannt. Kleine Hämatome und Serome werden vom Körper resorbiert und lösen sich i. d. R. von selbst auf. Wenn die Schwellung allerdings größer ausfällt und starke Schmerzen verursacht, sollte die Flüssigkeit von dem behandelnden Arzt oder der Ärztin abgelassen werden.[3]

  • Durchblutungsstörungen und Wundheilstörungen:

In sehr seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass das Gewebe nicht gut verheilt, z. B. im Bereich der Brustwarzen. In diesem Fall bedarf es eines wiederholten Eingriffs, bei dem das betroffene Gewebe durch körpereigene Haut ersetzt wird. Wundheilstörungen können durch Infektionen auftreten. Hierfür besteht ein erhöhtes Risiko, wenn die Wunde nicht richtig nachversorgt wurde und Keime eingedrungen sind.[4]

Die richtige Nachsorge bei einer Bruststraffung

Um nach einer Bruststraffung die Schmerzen so gering wie möglich zu halten, ist die richtige Nachsorge wichtig. Folgende Maßnahmen helfen für eine schnelle und weitestgehend schmerzfreie Verheilung nach dem Eingriff.

  • Ausreichende Regeneration:

Je mehr Ruhe die Patientin sich und ihrem Körper gönnt, desto schneller und unkomplizierter verläuft die Heilung.

  • Ein Stütz-BH zur Entlastung:

Es wird dringend empfohlen, innerhalb der ersten sechs Wochen durchgehend einen speziellen Stütz-BH zu tragen. Dieser stabilisiert die Brüste und schützt sie vor äußeren Berührungen.

  • Keine sportlichen Aktivitäten:

Sportliche Aktivitäten, die Brust- oder Armmuskeln beanspruchen, sollten ebenfalls für die ersten sechs Wochen vermieden werden. Selbiges gilt für Saunagänge und Solarienbesuche.

  • Minimaler Nikotinkonsum:

Speziell in den ersten drei Wochen nach der Operation sollte Nikotingenuss auf ein Minimum beschränkt werden – auch in Form von Pflastern oder Kaugummis. Nikotin verschlechtert die Durchblutung und erschwert die Wundheilung. Außerdem besteht bei starkem Nikotinkonsum das Risiko einer Durchblutungsstörung, was im schlimmsten Fall zu einem zusätzlichen Eingriff führen kann.

  • Unterstützung der Narben- und Wundheilung:

Die Nachbehandlung besteht aus regelmäßigen Kontrollen bei dem zuständigen Arzt bzw. der zuständigen Ärztin. Dort erhalten Sie Anweisungen zur Wundheilung und eine Anleitung für die richtige Narbenbehandlung, um eine möglichst unauffällige Narbenbildung zu gewährleisten. I. d. R. werden hier spezielle Cremes zur regelmäßigen Anwendung verschrieben, die genau nach Vorschrift angewandt werden sollten.

Welche Medikamente bei postoperativen Schmerzen?

Gegen gängige Symptome nach einer Bruststraffung helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin sollten nicht verwendet werden. Wenn Patientinnen im Laufe der Heilungsphase starke Schmerzen in der Brust oder an den Schnittstellen spüren und unter Schwäche leiden, sollten sie ihren Chirurgen oder ihre Chirurgin konsultieren: Bei eventuellen Wundheilungsstörungen oder Infektionen können Antibiotika helfen. Unter Umständen werden bereits direkt nach der Operation antibakterielle Medikamente verschrieben.

Wie lange treten Schmerzen nach einer Bruststraffung auf?

Nach einer Bruststraffung sollten die anfänglichen Schmerzen innerhalb weniger Wochen abgeklungen sein und die Patientin nicht im Alltag behindern. Das Endergebnis der Operation ist jedoch erst nach abgeschlossener Narbenreifung und vollständiger Heilung sicher zu beurteilen. Das ist ca. sechs Monate nach dem Eingriff der Fall. Da es in den ersten Monaten zu einem natürlichen Absenken der Brust kommt, wird die Straffung meist etwas übertrieben. Ziel dessen ist, dass die Bruststraffung nach einem halben Jahr in der gewünschten natürlichen Form resultiert.[5]

 

Sie haben Fragen zur Bruststraffung? Wir helfen Ihnen gern, den passenden Arzt in Ihrer Nähe zu finden. Rufen Sie uns unter 0800 200 50 60 an, wir beraten Sie gern – natürlich kostenlos, diskret und unverbindlich!

 

[1] Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), https://www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2015/04/Bruststraffung.pdf (Stand 2019).

[2] Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), https://www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2015/04/Bruststraffung.pdf (Stand 2019).

[3] Universitätsklinikum Heidelberg, https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/erkrankungen/serome-und-haematome-nach-der-operation (Stand 2019).

[4] Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), https://www.dgpraec.de/patienten/op-infos/bruststraffung/ (Stand: 12.02.2019).

[5] Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), https://www.dgpraec.de/patienten/op-infos/bruststraffung/ (Stand: 12.02.2019).


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