Hängebrüste – Ursachen, Behandlung, Kosten

Hängebrüste (Mastoptosis oder Ptosis mammae) bezeichnen den erschlafften Busen der Frau durch ein geschwächtes Bindegewebe. Die Ursachen hierfür können variieren. Oftmals empfinden Frauen ihren Hängebusen als unästhetisch und leiden unter einem verringerten Selbstwertgefühl. [1] In diesen Fällen kann die Behandlung der Hängebrust, etwa durch einen plastisch-chirurgischen Eingriff, infrage kommen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Ursachen für hängende Brüste, die möglichen operativen Korrekturen sowie die Kosten.

Ursachen für Hängebrüste

Bruststraffung

Von einer Hängebrust wird gesprochen, wenn die Brustwarze in Höhe der Unterbrustfalte oder darunter liegt. Im Wesentlichen gibt es vier Gründe für die Entstehung von Hängebrüsten. Sie sind teils natürlich und biologisch bedingt, können aber auch durch den Lebensstil der Frau begünstigt werden. Meist haben Frauen die Möglichkeit, dem Entstehen von Hängebrüsten entgegenzuwirken.

Hängebrüste im Alter (Wechseljahre)

Ob Frauen mit zunehmendem Alter einen Hängebusen bekommen, hängt wesentlich von genetischen Faktoren ab. Die Haut verliert an Elastizität und Spannkraft, da die Zellteilung nachlässt. Gleichzeitig reduziert sich das Volumen der Brust durch den Abbau von Fett und Drüsengewebe. Vor allem Frauen in den Wechseljahren sind betroffen, weil der Körper weniger Kollagen bildet. Diese Kombination aus unelastischer Haut und weniger Brustgewebe führt zu einem Senken der Brust, was umgangssprachlich als Hängebrust bezeichnet wird.

Hängebrüste durch Rauchen und Lebensstil

Rauchen begünstigt die Entstehung von Hängebrüsten. Tabakwaren enthalten krebserregende Stoffe, sogenannte Karzinogene. Dadurch baut sich das Faserprotein Elastin im Körper ab, das der Haut und den Blutgefäßen ihre Spannkraft verleiht. Sinkt der Elastin-Gehalt der Haut, verliert sie somit an Elastizität, und die Brüste erschlaffen.

Darüber hinaus entsteht die Hängebrust schneller, wenn Frauen z. B. den falschen BH tragen oder ganz darauf verzichten. Vor allem bei Sportarten wie Joggen wird das Bindegewebe des Busens stark strapaziert. Zu lockere oder weite Büstenhalter geben hier nicht ausreichend Halt, um das frühzeitige Entstehen von Hängebrüsten zu vermeiden.

Gewichtsschwankungen fördern Hängebrüste

Hängebrüste entstehen u. a. durch starke Gewichtsschwankungen. Nimmt die Frau zu, steigt das Volumen von Fettzellen in der Brust. Der Busen wird größer und schwerer, die Schwerkraft zieht sie nach unten.

Nimmt die Frau anschließend ab, sinkt zwar das Volumen an Fettzellen in der Brust. Allerdings bildet sich das Bindegewebe nicht im gleichen Maße zurück, wodurch ein Hautüberschuss und damit verbunden eine hängende Brust bleibt.

Hängebrüste nach Schwangerschaft und Stillzeit

Einen ähnlichen Effekt wie starke Gewichtsschwankungen haben auch Schwangerschaft und Stillzeit. Während der Schwangerschaft wachsen die Brüste durch hormonelle Einflüsse. In der Stillzeit kommt eine Volumenzunahme durch ein Anschwellen der Milchdrüsen hinzu. Um die Haut an das Wachstum der Brust anzupassen, dehnt sich das Bindegewebe. Verliert die Brust nach der Stillzeit wieder Volumen, bleibt der Hautüberschuss zurück. Bei Frauen mit einem schwachen Bindegewebe entwickelt sich die entstandene Hängebrust meist nicht auf das Niveau von vor der Schwangerschaft zurück.

Hängebrüste: Behandlung und Operation

Bruststraffung u. Brustverkleinerung

 

Ein gesunder und achtsamer Lebensstil kann einige Ursachen für Hängebrüste ausschließen. Bei einem schwachen Bindegewebe oder infolge einer Schwangerschaft lässt sich die Entstehung von Mastoptosis allerdings nicht vermeiden. Frauen, die sehr unter ihrer hängenden Brust leiden, können diese mit einem chirurgischen Eingriff korrigieren lassen. Dabei gibt es verschiedene Operations- und Schnitttechniken, die individuell auf die Patientin anzupassen sind. Grundsätzlich kann die Hängebrust auf drei Arten angepasst werden:

  • Brustvergrößerung
  • Brustverkleinerung
  • Bruststraffung

Brustvergrößerung bei Hängebrüsten

Gewöhnlich reicht eine bloße Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) durch Implantate oder eine Brustvergrößerung mit Eigenfett nicht aus, um Hängebrüste zu korrigieren. Eine Ausnahme sind kleine Brüste mit vergleichsweise wenig Hautüberschuss. Viele Schönheitschirurgen und -chirgurginnen bieten für Patientinnen mit größeren Brüsten eine Kombination aus Brustvergröß

erung und Bruststraffung an, um die hängende Brust zu heben und zu f

 

ormen. Je nach Beschaffenheit der Brust können beide Behandlungen in einer Operation durchgeführt oder auf zwei Eingriffe verteilt werden. Dann liegen etwa sechs Monate dazwischen, wobei die Brust in der Regel erst gestrafft und dann vergrößert wird.

Brustverkleinerung bei Hängebrüsten

Leidet eine Patientin mit großen Brüsten unter Mastoptosis, kommt eine Brustverkleinerung (Mammareduktion) infrage. Dabei entnimmt der behandelnde Arzt bzw. die Ärztin Drüsengewebe, um das Volumen der hängenden Brust zu verringern. Anschließend wird überschüssige Haut entfernt und die abgesenkte Position der Brustwarze korrigiert.[2] Hierbei handelt es sich um einen sehr komplexen Eingriff. Interessierte müssen mit hohen Kosten rechnen und sollten bei der Arztwahl vor allem auf dessen Erfahrung achten.

Bruststraffung bei Hängebrüsten

Wenn das Volumen der Brust aus Sicht der Patientin ausreichend und lediglich ein Hautüberschuss vorhanden ist, eignet sich eine Bruststraffung am besten. Auch hier entfernt der Chirurg bzw. die Chirurgin mit unterschiedlichen Schnittverfahren überschüssige Haut an der hängenden Brust. Interessierte sollten jedoch bedenken, dass die angehobene und gestraffte Brust im Anschluss etwas kleiner wirkt.

Hängebrust-OP: Kosten

Die Kosten, um Hängebrüste zu korrigieren, setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, u. a. den folgenden:

  • Anatomie der Frau
  • Operationsverfahren
  • Qualifikation des Arztes bzw. der Ärztin

Soll die überschüssige Haut des Hängebusens durch eine Brustvergrößerung mit Implantaten aufgefüllt werden, müssen Patientinnen mit Kosten ab 3.500 Euro rechnen. Die Korrektur der Hängebrust mit einer Bruststraffung kostet zwischen 4.500 und 7.500 Euro. Ähnliche Preise sind bei einer Brustverkleinerung zu erwarten.

Hängebrust-OP: Übernimmt die Kosten die Krankenkasse?

Handelt es sich bei der Korrektur der Hängebrüste um einen ästhetisch begründeten Eingriff, übernehmen weder private noch gesetzliche Krankenkassen die Hängebrust-OP-Kosten. Nur Brustoperationen, die aus medizinischen Gründen stattfinden, können ggf. bei der Krankenkasse geltend gemacht werden, z. B. bei Frauen, die infolge von Brustkrebs oder eines Unfalls eine oder beide Brüste verloren haben.

Einige Schönheitschirurgen und -chirurginnen bieten jedoch Finanzierungsmöglichkeiten an. Interessierte sollten im Beratungsgespräch nachfragen, ob sie die Kosten für die Hängebrust-OP in Raten zahlen können.

Sie haben Fragen zur Korrektur der Hängebrust oder einer Brustoperation? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern kostenlos und unverbindlich und helfen Ihnen, einen hervorragenden Arzt oder Ärztin für Ihr Anliegen in Ihrer Nähe zu finden.

Telefon: 0800 200 50 60

[1] Dr. med. C. Jochem: Brust bewusst: alles über unseren fabelhaften Busen. München: Heyne, 2020, S. 63.

[2] Schrümpf, E.: Lehrbuch der Kosmetik. 2. Aufl. Wien: Maudrich, 1964, S. 135.

 

 

 

 


Häufige Fragen

Was kann man gegen Hängebrüste tun?
Wer unter seinen Hängebrüsten leidet, kann diese durch einen ästhetisch-plastischen Chirurgen korrigieren lassen. Dabei gibt es verschiedene Operations- und Schnitttechniken, die individuell auf die Patientin oder den Patienten angepasst sind. Zur operativen Behandlung können die Brüste vergrößert, verkleinert oder gestrafft werden.
Warum bekommt man eine Hängebrust?
Im Alter verliert die Haut an Elastizität und Spannkraft, da die Zellteilung nachlässt. Gleichzeitig reduziert sich das Volumen der Brust durch den Abbau von Fett und Drüsengewebe. Auch Rauchen oder das Tragen eines falschen BHs kann Hängebrüste begünstigen. Zudem ergeben sich Hängebrüste oft nach dem Stillen oder einem starken Gewichtsverlust, da sich das Hautgewebe nicht im gleichen Maße wie die Volumenreduktion zurückbildet.
Welche BH eignet sich für Hängebrüste?
Frauen, die hängende Brüste haben, können zu einem Schalen-BH greifen, der ihre Brüste gut stabilisiert und einen pushenden Effekt hat. Dadurch wirkt die Brust optisch straffer und voluminöser.
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