Sport nach Brust-OP: Wann & wie können Sie wieder aktiv sein?

Vor einer Brustoperation stellen sich viele Patientinnen und Patienten die Frage, wann sie danach wieder Sport machen können. Dies hängt u. a. von der Art des Eingriffs ab: Eine Brustverkleinerung zieht eine vergleichsweise lange Heilungsphase nach sich, während Patientinnen einer Brustvergrößerung mit Eigenfett üblicherweise schnell wieder sportlich aktiv sein dürfen. Welche Faktoren dies beeinflussen, wann und welche Sportart nach einer Brustoperation möglich ist, erfahren Sie im Folgenden.

Sport nach Brustvergrößerung mit Eigenfett

Bei einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) mit Eigenfett kann jeder Sport bereits nach zwei bis drei Wochen wieder ausgeübt werden. Anders als beim Einsatz von Implantaten werden bei Eigenfettvergrößerungen keine Schnitte gesetzt.[1] Somit besteht kein Risiko, dass Narben entstehen und auch das Gewebe muss nicht durchtrennt werden. Daher verspüren Patientinnen weniger Schmerzen, da das Fettgewebe nicht mit dem übrigen Brustgewebe verwachsen muss.

Grundsätzlich gilt: Sportliche Betätigung nach einer Brustvergrößerung mit Eigenfett ist zwar bereits nach kurzer Zeit wieder möglich, jedoch sollte dabei ein Stütz-BH getragen werden. Dieser verhindert, dass sich die Brust zu stark bewegt, und entlastet sie nach der Operation.

Sport nach Brustvergrößerung mit Implantaten

Brustvergrößerung

Personen, die sich für eine Brustvergrößerung mit Implantaten entschieden haben, sollten anschließend für mindestens sechs Wochen komplett auf sportliche Aktivitäten verzichten. In dieser Zeit ist es wichtig, die Brustmuskulatur zu schonen und die Narben gut verheilen zu lassen. Daher sind vor allem die folgenden Formen körperlicher Betätigung zu vermeiden:

  • Wiederholende ruckartige Bewegungen (wie z. B. beim Joggen)
  • Sportarten, bei denen die Wunde nass werden könnte (z. B. Schwimmen)

Um Risiken zu umgehen, sollte im Zweifelsfall die Meinung der behandelnden Fachkraft eingeholt werden. In der sportfreien Zeit lässt sich der Kreislauf durch leichte Spaziergänge in Schwung bringen. Etwa zwei bis drei Monate nach dem Einsetzen der Implantate kann Sport wieder uneingeschränkt im gewohnten Ausmaß betrieben werden.

Sport nach Bruststraffung

Auch nach einer Bruststraffung (Mastopexie) sollten sich Patientinnen zunächst nur in Maßen sportlich betätigen. Je nach eigenem Befinden ist leichte körperliche Betätigung in den ersten zwei bis sechs Wochen möglich – der Brustbereich ist dabei allerdings zu schonen. Die Brustmuskulatur sollte nicht überanstrengt werden, was u. a. beim Schwimmen oder durch gezieltes Oberkörpertraining geschehen kann. Sobald nach einer Bruststraffung wieder mit Sport begonnen wird, sollte ein stützender Sport-BH getragen werden. In der Regel kann nach Ablauf der sechs Wochen das übliche Trainingsprogramm wieder aufgenommen werden.

Sport nach Brustverkleinerung

Im Vergleich zu einer Brustvergrößerung handelt es sich bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) um einen komplexeren Eingriff. Um den Oberkörper zu schonen, ist mindestens in den ersten Tagen nach der Operation gänzlich auf körperliche Tätigkeiten zu verzichten. Die Arme über den Kopf zu heben oder Lasten zu tragen kann die Nähte übermäßig beanspruchen[2] und die Heilung beeinträchtigen.

Leichte sportliche Aktivitäten, wie z. B. Radfahren oder zügiges Spazierengehen, können Patientinnen und Patienten ca. sechs Wochen nach der Brustverkleinerung wieder aufnehmen. Sport in gewohntem Ausmaß ist etwa drei Monate nach der Operation möglich – jedoch sollte dies zuvor unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Unabhängig von der Sportart sowie der Intensität der Übungen sollte dabei ein Sport-BH getragen werden.

Gefahren und Risiken durch Sport kurz nach einer Brustoperation

Je nach Art des Eingriffs sowie gesundheitlicher Vorgeschichte kann frühzeitiger Sport zu schwerwiegenden Komplikationen führen. So kann sich beispielsweise die Brust verformen. Um dies zu korrigieren, bedarf es schlimmstenfalls einer zweiten Operation.

Darüber hinaus besteht durch zu frühe sportliche Betätigung die Gefahr der verzögerten Wundheilung:

  • Entzündungen können durch starke Schweißbildung entstehen.
  • Narben können sich aufgrund zu starker Reibung öffnen.

Fazit: Ist Sport nach Brustoperationen möglich?

Wie nach allen chirurgischen Eingriffen sollte auch nach einer Brustoperation nur gemächlich wieder mit dem Sport begonnen werden. Die empfohlenen Zeiträume für die verschiedenen Arten von Brustoperationen gehen aus der folgenden Tabelle hervor:

Art der BrustoperationWann nach der Brust-OP wieder Sport treiben?
Brustvergrößerung mit Eigenfett• Sport nach ca. 2 – 3 Wochen
Brustvergrößerung mit Implantaten• Leichte körperliche Betätigung: nach ca. 6 Wochen
• Sport nach ca. 2 – 3 Monaten
Bruststraffung• Leichte körperliche Betätigung: nach 2 – 6 Wochen
• Sport nach ca. 3 Monaten
Brustverkleinerung• Leichte körperliche Betätigung: nach ca. 6 Wochen
• Sport nach ca. 3 Monaten

Generell gilt es auf die Signale des eigenen Körpers zu achten: Treten während des Sports Spannungen oder Schmerzen auf, sollte zu leichteren Übungen übergegangen bzw. pausiert werden. Bestehen Unsicherheiten, sollten sich Patientinnen und Patienten immer direkt an ihren behandelnden Facharzt wenden. Er kann bei entsprechenden Kontrolluntersuchungen nach einer Brustoperation genau beurteilen, wie weit die Heilung bereits vorangeschritten ist und ab wann leichte bis stärkere körperliche Tätigkeiten wieder möglich sind.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Sport nach einer Brustoperation oder interessieren sich für eine Brustoperation? Dann rufen Sie uns an – kostenfrei, unverbindlich und diskret:

Telefon: 0800 200 50 60

 

[1] Fansa, H.; Heitmann, C.: Brustchirurgie. Luxemburg: Springer-Verlag, 2018.
[2] Professor Dr. Dr. med. habil. Gabka, C. J.; Dr. med. Graf von Spiegel, F.: https://muenchenplastischechirurgie.de/de/ (Stand: 20.06.2019).


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