Schlupfwarzenkorrektur – Ursachen und Behandlung

Wenngleich Schlupfwarzen (auch Hohlwarzen genannt) keine medizinischen Komplikationen hervorrufen, entscheiden sich viele Betroffene aus ästhetischen Gründen für eine Korrektur. Erfahren Sie hier, welche Ursachen Hohlwarzen haben, wann es aufzupassen gilt und wie eine Schlupfwarzenkorrektur verläuft. Lesen Sie sich alle relevanten Informationen durch, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Was ist eine Schlupfwarze?

Als Schlupfwarzen, Flachwarzen oder auch Hohlwarzen werden Brustwarzen bezeichnet, die nach innen gewandt sind. Schlupfwarzen entstehen beispielsweise durch im Verhältnis zur Brust zu kurze Milchausführungsgänge oder verkürzte Bindegewebestränge, durch die die Brustwarze nach innen gezogen wird.

Obwohl Schlupfwarzen eher als ästhetisches Problem gesehen werden, können sie auch mit leichten körperlichen Beschwerden wie Entzündungen, Juckreiz oder Schwierigkeiten beim Stillen einhergehen.

Unterschiedliche Abstufungen

Die Medizin differenziert zwischen unterschiedlichen Formen von Brustwarzen, neben der „Normalform“ werden folgende Varianten angeführt:

  • Flachwarze – diese Form hat einen kurzen Schaft. Sie verändert sich auch durch Stimulation nicht.
  • „Falsche“ Schlupfwarze – ist nach innen gekehrt, wölbt sich allerdings bei Stimulation wieder hervor.
  • Echte“ Schlupfwarze – ist die häufigste Form der Schlupfwarze. Im Ruhezustand entspricht sie fast der Norm, zieht sich bei Druck oder Stimulation allerdings nach innen zurück.
  • Hohlwarze – bei dieser sehr seltenen Form ist die eigentliche Brustwarze nicht vorhanden. Im Warzenhof befindet sich eine Vertiefung, die von einem Randwall umrundet ist. Die Hohlwarze kommt selbst bei Stimulation nicht heraus, sondern zieht sich noch weiter zurück.

Schlupfwarzen – Ursache und Folgen

Brustvergrößerung Eignung

Schlupfwarzen sind meist genetisch bedingt und zeigen sich von Geburt an. Ebenso können sie aufgrund einer hormonellen Veränderung in der Pubertät, der Schwangerschaft oder der Menopause auftreten. In diesen Fällen sind Schlupfwarzen medizinisch unbedenklich. Erscheinen sie allerdings plötzlich und ohne ersichtlichen Grund, können sie ein Anzeichen für Brustkrebs sein. Zur Absicherung sollte auf jeden Fall ärztliche Beihilfe zurate gezogen werden.

Schlupfwarzen sind auf verkürzte Milchausführungsgänge oder Bindegewebestränge zurückzuführen. Dieses Phänomen tritt nicht nur bei Frauen, sondern in geringer Anzahl auch bei Männern auf. Bei ihnen liegt es häufig an verkürztem Bindegewebe, dass sich die Brustwarze nach innen zieht.

Ist das Stillen mit Schlupfwarzen möglich?

Auch mit Schlupfwarzen ist das Stillen oftmals problemlos möglich, da Säuglinge einen starken Unterdruck mit ihrem Mund erzeugen können, der die Muttermilch aus den Milchgängen heraussaugt. In einigen Fällen zieht sich die Brustwarze durch die Stimulation jedoch noch weiter in die Brust zurück, dadurch kann das Baby unter Umständen keine Milch mehr saugen. Ist dies der Fall, gibt es eine Reihe an Möglichkeiten dennoch zu stillen.

Schlupfwarzenkorrektur – operative Behandlung

Betroffene, die mit ihrer Brustwarzenform nicht zufrieden sind, haben unterschiedliche Optionen diese zu ändern. Dabei kommen neben einer operativen Schlupfwarzenkorrektur mehrere alternative Behandlungsmethoden infrage.

Operative Behandlung von Schlupf-, Flach- und Hohlwarzen

Der Vorteil einer chirurgischen Schlupfwarzenkorrektur besteht darin, dass die Brustwarzen dauerhaft hervorgezogen werden und sich nicht mehr zurückziehen. Bei der Operation kann die Stillfähigkeit erhalten bleiben, wenn die Milchgänge nicht durchgetrennt werden, gängiger ist jedoch ein Verfahren, bei dem sie gekappt werden. Frauen, die noch planen zu stillen, sollten dies bedenken und vorab mit den behandelnden Spezialisten absprechen.

Bei der Operation wird ein Schnitt auf dem Warzenhof, an der Basis der Brustwarze angesetzt. Dabei werden das benachbarte Bindegewebe sowie in den meisten Fällen die Milchführungsgänge durchtrennt. Dadurch richtet sich die Brustwarze automatisch nach außen. Durch speziell vernähte Fäden wird sichergestellt, dass die Brustwarze in der gewünschten angehobenen Position bleibt. Nach dem Vernähen bleiben keine sichtbaren Narben zurück. Insgesamt dauert der ambulante Eingriff etwa eine Stunde und wird normalerweise mit einer lokalen Betäubung durchgeführt.

Risiken der operativen Schlupfwarzenkorrektur

Wie jede Operation birgt ebenso die Schlupfwarzenkorrektur gewisse Risiken. Dazu gehören:

  • Schwellungen
  • Blutergüsse
  • Nachblutungen
  • Empfindungsstörungen im Bereich der Brustwarzen
  • Verlust der Stillfähigkeit
  • Entzündungen oder Infektionen (eher selten)

Da der Eingriff in der Regel ambulant erfolgt, entfallen allerdings mögliche Komplikationen durch eine Narkose.

Nachsorge der Schlupfwarzenbehandlung

Im Anschluss an die Schlupfwarzenkorrektur müssen gewisse Maßnahmen beachtet werden. Am wichtigsten ist, sich und vor allem den Brustbereich zu schonen sowie hohen Wert auf die Hygiene zu legen. Darauf sollte in den ersten Tagen und Wochen verzichtet werden:

  • Sonnen
  • Schwere körperliche Betätigungen sowie Sport
  • Sauna- oder Solariumbesuche

Erst nach Absprache mit der behandelnden Fachkraft sollte wieder ein fester BH getragen werden.

Schlupfwarzenkorrektur – alternative Heilungsmethoden

Neben der operativen Schlupfwarzenkorrektur stehen verschiedene alternative Maßnahmen zur Verfügung.

Brustwarzenpiercing

Das Stechen eines Schlupfwarzenpiercings sollte im Bestfall von chirurgischen Fachkräften oder Piercern erfolgen, die sich darauf spezialisiert haben. Bei dieser Behandlung wird das Piercing auf besondere Weise an die Schlupfwarze angebracht, sodass sie sich nicht mehr zurückziehen kann. In manchen Fällen bleibt die Brustwarze selbst dann nach außen gekehrt, wenn das Piercing entnommen wird.

Ein Vorteil hierbei ist, dass die Stillfähigkeit auf jeden Fall erhalten bleibt und nur ein sehr geringes Risiko einer Infektion oder Ähnlichem besteht.

Niplette

Eine rein manuelle Behandlung stellt die Niplette dar. Sie ist ein hütchenförmiger Aufsatz, der die Schlupfwarze über eine Pumpe ansaugt. Mithilfe des entstehenden Unterdrucks werden die Milchgänge sowie das Bindegewebe gedehnt und die Brustwarze wird nach außen gezogen. Damit dies optimal gelingt, sollte die Niplette täglich verwendet werden.

Je nachdem welche Form von Schlupfwarzen besteht, kann die Niplette nicht immer positive Ergebnisse erzielen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich die korrigierten Brustwarzen nach einer Zeit wieder in die Brust zurückziehen.

Stillhütchen

Eine Alternative für stillende Frauen mit Schlupfwarzen stellt das Stillhütchen dar. Diese Hütchen bestehen aus Silikon oder Latex und haben die Form einer herkömmlichen Brustwarze. Das Stillhütchen wird auf die Brust aufgelegt und funktioniert wie eine Art Trinkaufsatz für das Baby.  Während Stillhütchen einigen Frauen durchaus beim Stillen helfen, beklagen andere dadurch entstehende Schmerzen.

Massage

Daneben besteht die Option durch regelmäßige Massagen, beispielsweise mit der „Hoffmann-Technik“, das Bindegewebe zu dehnen und somit die Brustwarzen wieder nach außen zu kehren. Herkömmlicherweise wird diese Massageart als Vorbereitung zum Stillen angewendet, doch auch bei Schlupfwarzen lassen sich hiermit gute Resultate erzielen.“. Die Massagen sollten mehrmals täglich erfolgen.

Schlupfwarzenkorrektur – die Kosten

Die Kosten für eine operative Schlupfwarzenkorrektur variieren je nach Fachpersonal, Klinik und Art der Narkose. Zudem spielt es eine Rolle, ob nur eine oder beide Schlupfwarzen behandelt werden und wie erfahren die medizinischen Fachkräfte sind. Der durchschnittliche Preis für eine Behandlung beläuft sich auf 900 bis 2.000 Euro.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei Schlupfwarzenkorrekturen

Wird die Schlupfwarzenkorrektur aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Operation nicht.

Sollte die Frau allerdings aufgrund der Schlupfwarzen ihr Baby nicht stillen können, können die Krankenkassen eine anteilige Kostenübernahme bewilligen. Die Voraussetzung dafür ist die Wahl einer Operationsmethode, bei der die Milchgänge nicht durchtrennt werden und somit die Stillfähigkeit der Brust erhalten bleibt.

Eine eventuelle Kostenübernahme wird von der jeweiligen Krankenkasse immer individuell geprüft. Treten Sie in jedem Fall vor der Operation mit ihrer Krankenkasse in Kontakt, um abzuklären, ob ihre Kosten ganz oder teilweise übernommen werden können.

 

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Telefon: 0800 100 4114


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