Brustimplantate – Kosten, Risiken und Operation

Ein wohlgeformter und vor allem schöner Busen gehört für viele Frauen zum Schönheitsideal. Sie verbinden mit ihm Jugend und ein gutes Aussehen, außerdem stärkt ein schöne Brust häufig das Selbstwertgefühl der Frau. Bevor eine Brustvergrößerung stattfindet, werden eine umfangreiche Voruntersuchung durchgeführt, der Patientin die Risiken und möglichen Komplikationen erklärt und die genaue Art der Implantate besprochen. Brustimplantate unterscheiden sich in Form und Größe, im inneren und äußeren Material und in der Beschaffenheit der Oberfläche.

Was sind Brustimplantate?

Für schöne Brüste entscheiden sich viele Frauen zunehmend für Brustvergrößerungen mit Implantaten. Dabei handelt es sich um Kissen aus Kunststoff, die in das Brustgewebe eingesetzt werden. Die Hülle besteht meist aus Silikon, gefüllt sind Brustimplantate meist mit einem auslaufsicheren Silikongel oder eine Kochsalzlösung. Die Oberfläche der Brustimplantate kann angeraut oder glatt sein, wobei überwiegend die texturierte Variante eingesetzt wird, weil dadurch ein Verwachsen mit dem Brustgewebe und ein Verrutschen verhindert werden kann.

Material und Form von Brustimplantaten

Brustvergrößerung

Größere Brüste durch OP

Brustimplantate unterscheiden sich vor allem im Material und der Form. Die erste Brustvergrößerung wurde 1895 durchgeführt, indem einer Frau eine Fettgeschwulst implantiert wurde. Seitdem haben Mediziner mit verschiedenen Stoffen experimentiert: Neben Glaskugeln und Wolle verwendeten die Ärzte damals Elfenbein und Rinderknorpel. Auch Bienenwachs, Paraffin und Polyethylen wurden bis in die 1950 Jahre in Brüste von Frauen injiziert, um eine Vergrößerung zu erreichen. Mit Sojaöl gefüllte Implantate wurden bereits nach kurzer Zeit vom Markt genommen, weil die chemische Beständigkeit nicht gewährleistet war – das Öl wurde ranzig und verdarb.

Die ersten Brustimplantate aus Silikon wurden 1961 entwickelt, ein Jahr später fand die erste Operation statt. Seit 2001 gibt es in Europa ein Gütesiegel, das die Qualität der Implantate gewährleistet. Heute bestehen Brustimplantate aus einer Silikonhülle, die mit einem Silikongel gefüllt ist. Bis vor wenigen Jahren wurde auch eine Kochsalzlösung verwendet. Das Silikongel bietet verglichen mit der Kochsalzlösung den Vorteil, dass es nicht auslaufen kann, auch wenn die Hülle durch einen Unfall oder andere Einflüsse beschädigt wird.

Darüber hinaus unterscheiden sich Brustimplantate in ihrer Form. In den meisten Fällen haben die Ärzte und die Patientinnen das Ziel, der Brust eine möglichst natürliche Form zu verleihen und ein schönes Dekolleté zu gestalten. Grundsätzlich wird zwischen zwei Formen unterschieden. Runde Implantate verleihen der Brust ein ausgefülltes Dekolleté und lassen die Brust allgemein voller erscheinen. Dagegen bewirken anatomisch geformte Implantate aufgrund ihrer Tropfenform ein natürliches Aussehen der Brust.

Größe der Brustimplantate für schöne Brüste

Für die meisten Frauen spielt die Größe der Brustimplantate eine entscheidende Rolle. Welche Größe für die Patientin geeignet und sinnvoll ist, kann sie nur im Gespräch mit dem Arzt herausfinden. Meist werden Implantate mit einem Volumen zwischen 250 und 600 ml eingesetzt, die durchschnittliche Größe liegt bei etwa 320 ml je Brust. Da es sich um eine sog. Schönheitsoperation handelt, liegt es letztlich bei der Patientin, wie sie einen schönen Busen bzw. eine schöne Brust definiert. Der Arzt sollte auf die Bedürfnisse und Wünsche der Patientin eingehen, sie aber auch objektiv beraten mitteilen, welche Implantatgröße er für angebracht hält. Denn neben der Form entscheidet besonders die Größe der Brustimplantate, ob die Brust natürlich oder aufgesetzt und künstlich wird.

Wann werden Brustimplantate verwendet?

Brustimplantate werden gewöhnlich bei einer Brustvergrößerung verwendet. Dabei handelt es sich meist um eine Operation mit ästhetischen Hintergrund, allerdings kann der Eingriff auch medizinisch indiziert sein, wenn beispielsweise durch Krebs oder infolge eines Unfalls die Brust entfernt werden musste und ein Wiederaufbau notwendig ist. Außerdem können Brustimplantate bei einer Bruststraffung eingesetzt werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Dabei geht es sich um vergleichsweise kleine Brüste mit wenig Drüsen- und Fettgewebe und mit einem großen Hautüberschuss. Nachdem die überschüssige Haut entfernt wurde, kommt es häufig vor, dass die Patientin ihre Brust als zu klein empfindet. Mit einem Implantat kann der Chirurg eine straffe und schöne Brust formen.

Brustimplantate: Operation und Behandlung

Haben sich Arzt und Patientin für eine Brustvergrößerung mit Implantaten entschieden, die idealen Brustimplantate ausgewählt und alle Risiken sowie möglichen Komplikationen besprochen, findet die Operation statt. Sie dauert ein bis zwei Stunden und wird in der Regel stationär unter Vollnarkose durchgeführt. Die Patientin bleibt mindestens eine Nacht in der Klinik, auf ausdrücklichen Wunsch bieten einige Ärzte auch eine ambulante Behandlung an. Dann muss aber sichergestellt sein, dass die Patientin in den ersten Tagen von der Familie oder Freunden betreut wird.

Für das Einsetzen der Implantate stehen grundsätzlich drei Wege zur Verfügung. Die häufigste Methode ist ein etwa vier Zentimeter langer Schnitt unterhalb der Brust in die Unterbrustfalte. Dieser Zugang ermöglicht ein genaues Setzen des Implantats und zeichnet sich durch eine geringe Komplikationsrate aus. Andere Zugangswege sind ein Schnitt in die Achselhöhle und ein Schnitt in den unteren Bereich des Brustwarzenhofs.

Brustimplantate einsetzen

Brustimplantate einsetzen

Eine beliebte Position für Brustimplantate zum modellieren schöner Brüste ist unter dem Brustmuskel (subpektoral). Dadurch kann der Übergang zwischen Brustgewebe und Implantat besser verdeckt werden, was besonders für Frauen mit wenig Drüsen- und Fettgewebe von Vorteil ist. Nach dem Schnitt in den Haut, werden die Muskelfasern durchtrennt, damit der Muskel vom darunter liegenden Gewebe getrennt werden kann. Auf diese Weise formt der Operateur eine Art Tasche, in die er das Brustimplantat einsetzt. Für Patientinnen mit schlaffen Brüsten und größerem Hautüberschuss eignet sich die Position des Implantats über dem Brustmuskel (präpektoral). Dabei wird das Brustimplantat direkt in das Brustgewebe über dem Muskel eingesetzt, wodurch die schlaffe Haut der Brust besser aufgefüllt wird und straffer wirkt.

Kosten für Brustimplantate

Ein wesentlicher Anteil der Kosten einer Brustvergrößerung entfällt auf die Implantate. Die Kosten von Brustimplantaten liegen zwischen 500 Euro und 1.000 Euro, können in seltenen Fällen auch darüber oder leicht darunter liegen. Grundsätzlich sind runde Implantate günstiger als anatomisch geformte Brustimplantate, weshalb in Komplettpreisen von Ärzten und Kliniken für eine Brustvergrößerung meist die runde Variante angeboten wird. Für die komplette Operation müssen Patientinnen mit Kosten zwischen 3.500 Euro und 6.000 Euro rechnen.

Brustvergrößerung mit B-lite Brustimplantaten

Neben herkömmlichen Brustimplantaten gibt es seit Kurzem eine Weiterentwicklung, die besonders für Frauen mit dem Wunsch nach deutlich größeren Brüsten interessant sind. Die sog. B-lite Implantate sind bis zu 30 % leichter als normale Brustimplantate und belasten dadurch weniger die Haut und das Gewebe. Die Gewichtsreduktion der in Deutschland produzierten Implantate wird durch kleine Hohlkugeln ermöglicht. So wiegt ein B-lite Implantat mit einem Volumen 300 ml nicht mehr 300 g wie bisher sondern nur noch rund 220 g. Ein Vorteil des geringeren Gewichts von B-lite Implantaten ist, dass die Brüste im Alter deutlich weniger sinken als mit herkömmlichen schwereren Implantaten.

Risiken von Brustimplantaten

Grundsätzlich sind die Risiken von Brustimplantaten als gering einzuschätzen. Dennoch muss vor jeder Brustoperation ein ausführliches Beratungsgespräch stattfinden, in dem die Patientin ausführlich auf die möglichen Komplikationen von Brustimplantaten hingewiesen wird. Zu den möglichen Risiken von Brustimplantaten gehören:

  • Kapselfibrose (schmerzhafte Wucherung um das Brustimplantat)
  • Entstehung von Hautfalten
  • Infektion der Wunde
  • Störung der Wundheilung
  • Blutungen während und nach der Operation
  • Starke Narbenbildung
  • Beschädigung des Implantats
  • Vermindertes oder erhöhtes Empfindungsvermögen
  • Unbefriedigendes Erscheinungsbild

Sollte es zu einer Kapselfibrose kommen oder das Implantat beschädigt sind, muss es entfernt werden. Meist wird dann direkt ein neues Brustimplantat eingesetzt. Um die Risiken von Brustimplantaten zu minimieren, muss bereits bei der Arztwahl darauf geachtet werden, welche Qualifikationen er vorweisen und ob es Erfahrungsberichte von anderen Patientinnen gibt, die sich bereits behandeln ließen. Gern helfen wir Ihnen, einen geeigneten Arzt für Ihr Anliegen zu finden.

Brustvergrößerung - Schnitttechniken

Brustvergrößerung – Schnitttechniken

Brustimplantate – Darauf muss geachtet werden

Nach dem Einsetzen von Brustimplantaten spüren viele Frauen in den ersten Tagen, dass ihre Brust gespannt ist, teilweise schmerzt und und empfindlich auf Berührungen reagiert. Für eine möglichst erfolgreiche und rasche Heilung ist es wichtig, dass der Spezial-BH, den es nach der Operation von der Klinik gibt, mindestens vier bis sechs Wochen getragen wird. Tag und Nacht. Dadurch werden die Haut und die Narben an den Brüsten entlastet und das Gewebe kann sich besser regenerieren und abheilen. Sport sollte ebenfalls für vier bis sechs Wochen vermieden werden. Grundsätzlich sind Frauen sehr gut in der Lage, ihre körperliche Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Im Zweifel kann auch der Arzt zu Rate gezogen werden.

Zur Kontrolle, dass die Brustimplantate nicht verrutscht sind und in der Brust keine Blutungen entstanden sind, wird etwa vier Wochen nach der Operation eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Zusätzlich wird eine jährliche Nachsorge empfohlen, um eventuelle Unregelmäßigkeiten schneller zu entdecken. Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, besteht einem schönen Busen durch Brustimplantate nichts im Wege.

Sie haben weitere Fragen zu Brustimplantaten und suchen einen Arzt in Ihrer Nähe? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern.

Telefon: 0800 200 50 60


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