Brustvergrößerung

Bei einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) handelt es sich um ein Teilgebiet der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie. Die Operationen werden bereits seit vielen Jahrzehnten durchgeführt und gehören in Deutschland zu den häufigsten Eingriffen im Bereich der plastischen Chirurgie. Meist entscheiden sich Frauen aus ästhetischen Gründen für eine Brustvergrößerung, allerdings kann die Operation auch medizinisch indiziert sein – etwa im Rahmen einer Rekonstruktion der Brust nach einem Unfall oder nach einer Amputation.

Inhaltsverzeichnis

Details zur Brustvergrößerung

Brustvergrößerung... mit Implantaten... mit Eigenfett
Kosten und Preise3.000 bis 7.000 Euro3.200 bis 7.200 Euro
Dauer der OP60 bis 90 Minuten60 bis 120 Minuten
Schmerzen nach OPMittelgradigGering
GesellschaftsfähigNach 1 bis 2 WochenNach 1 bis 2 Wochen
Haltbarkeit20 Jahre und längerIndividuell
NarbenbildungKaum sichtbarNicht sichtbar

Fakten zur Brustvergrößerung

Jährlich werden in Deutschland über 50.000 Brustvergrößerungen durchgeführt (2015, Quelle: statista.com), Spitzenreiter sind die USA mit 310.000 Operationen. Angeboten werden meist Implantate mit einem Volumen zwischen 80 ml und 600 ml, das durchschnittliche Volumen von Implantaten liegt in Deutschland bei 300 ml (Quelle: dgaepc.de).

Brustvergrößerung: Kosten und Preise

Brustvergrößerung

Größere Brüste durch OP

Die Kosten einer Brustvergrößerung sind abhängig von der Operationsmethode, der gewünschten Größe des Implantats und der Wahl des Arztes. Sie liegen gewöhnlich zwischen 3.500 und 6.000 Euro, können bei einer Kombination mit einer Bruststraffung allerdings auch höher liegen. Gern helfen wir Ihnen, einen geeigneten Arzt zu finden oder geben Ihnen weitere Auskünfte über Preise. Meist handelt es sich bei den Kosten um Komplettpreise, in denen die wesentlichen Leistungen und Materialien für die Operation enthalten sind. Die Preise für Brustvergrößerungen decken im Wesentlichen folgende Punkte ab:

  • Beratungsgespräch und Voruntersuchung
  • Operation inkl. OP-Saal, Narkose, Implantate
  • Klinikaufenthalt
  • Spezial-BH für die Heilungsphase
  • Nachsorge mit mind. zwei Terminen

Für einen besseren Vergleich der Kosten einer Brustvergrößerung ist es sinnvoll, Angebote von mehreren Chirurgen einzuholen und darauf zu achten, dass sie inhaltlich und umfänglich identisch sind. Nur so ist es möglich, einen transparenten Vergleich der Kosten zu erhalten, anhand dessen die Patientin entscheiden kann, welcher Arzt die günstigsten Preise hat. Vor allem vermeintlich günstige Anbieter senken die ausgewiesenen Kosten, indem sie Leistungen wie Voruntersuchungen oder die Nachsorge, die bei den meisten Kliniken im Preis enthalten sind, separat abrechnen. Dies führt dazu, dass sie Gesamtkosten tatsächlich höher liegen können als bei anderen Ärzten.

Darüber hinaus sollten die Kosten nicht der ausschlaggebende Punkt sein, wenn man sich für einen Anbieter für eine Brustoperation entscheidet. Weitere Informationen über die Kosten einer Brustvergrößerung finden Sie im Ratgeber.

Kostenübernahme bei Brustvergrößerung

BrustvergrößerungDamit Krankenkassen der Kostenübernahme einer Behandlung zustimmen, muss die medizinische Notwendigkeit gegeben sein. Da es sich bei der Behandlung meist jedoch um einen ästhetischen Eingriff handelt, werden Anträge auf Kostenübernahme einer Brustvergrößerung in der Regel abgelehnt. Anders sieht es aus, wenn eine medizinische Indikation vorliegt, bspw. eine Rekonstruktion der Brust infolge einer Krebserkrankung oder nach einem Unfall. In solchen Fällen übernehmen auch gesetzlichen Krankenkassen die vollen Kosten einer Brustoperation. Dabei sollten Patientinnen bereits vor der Brustoperation einen Antrag auf Kostenübernahme an ihre Krankenkasse stellen, um sicher sein zu können, dass die Behandlung bezahlt wird. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, nach einer erfolgten Brustvergrößerung die Kosten von der Versicherung einzufordern. Dann kann es aber sein, dass sich die Krankenkasse der Zahlung verweigert und es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung hinausläuft.

Worauf achten Patientinnen bei der Arztwahl?

Bei der Wahl eines Arztes für eine Brustvergrößerung spielt neben den Kosten vor allem die Erfahrung des Arztes eine wichtige Rolle. In einer Umfrage (Quelle: statista.com) unter 503 Frauen gaben 63 Prozent der Befragten an, dass die Erfahrung des Arztes das wichtigste Kriterium ist, wenn die befragte Person oder eine Freundin eine Schönheitsoperation an der Brust in Betracht ziehen würde. Lediglich für 12 Prozent der Befragten spielte der Preis eine entscheidende Rolle. 16 Prozent legten besonders großen Wert auf die Art der Implantate, während 8 Prozent auf die Bekanntheit der Klinik achten.

Die Erfahrung sollte bei der Entscheidung für oder gegen einen Arzt eine wichtige Rolle spielen. Dabei kann hilfreich sein, Bewertungen und Erfahrungsberichte auf Portalen zu lesen, die auf medizinische Eingriffe wie Brustvergrößerungen spezialisiert sind. Gern helfen wir Ihnen weiter, wenn Sie Fragen zu einem bestimmten Arzt oder zu einer Klinik haben. Auf Brustoperation-Vergleich.de finden Sie 250 plastische Chirurgen und Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet.

Ebenfalls wichtig bei der Entscheidung ist das persönliche Verhältnis zwischen Arzt und Patientin. Eine Brustoperation sollte nur durchgeführt werden, wenn sich die Patientin beim Arzt wohl fühlt und das Gefühl hat, in guten Händen zu sein. Grundsätzlich gilt: Die Brustvergrößerung ist ein wichtiger chirurgischer Eingriff, der mit möglichen Komplikationen verbunden sein kann. Deshalb sollte das Vertrauen zum Arzt groß sein und die Patientin das Gefühl haben, die richtige Entscheidung zu treffen.

Voraussetzungen für eine Brustvergrößerung

Eine wesentliche Voraussetzung für eine Brustvergrößerung ist das Mindestalter. In Deutschland müssen Patientinnen, die sich einer plastischen Schönheitsoperation unterziehen möchten, mindestens 18 Jahre alt sein. Dies gilt insbesondere für Operationen ohne medizinische Indikation – wenn also keine medizinische Notwendigkeit für den Eingriff vorliegt. Grundsätzlich wird zwischen körperlichen und psychischen Voraussetzungen unterschieden.

Körperliche Voraussetzungen

Ein wichtiges Ausschlusskriterium für eine Brustvergrößerung ist eine Schwangerschaft der Patientin. Ebenso können Autoimmunerkrankungen und Infektionen gegen eine Operation sprechen, weil damit zu rechnen ist, dass es im Anschluss zu Komplikationen kommt. Auch können Störungen bei der Blutgerinnung eine Behandlung ausschließen – zumindest sollten Patientinnen mit dem Arzt darüber sprechen. Gewöhnlich müssen Blutverdünner 14 Tage vor der Operation abgesetzt werden, damit während des Eingriffs keine starken Blutungen zu erwarten sind. Ein weiterer Punkt bei den körperlichen Voraussetzungen ist die aktuelle Brustgröße im Verhältnis zum gewünschten Ziel. Hier muss darauf geachtet werden, dass der Sprung nicht zu groß ist, damit das Bindegewebe nicht zu stark strapaziert wird.

Psychische Voraussetzungen

Ebenso wichtig wie die körperlichen Voraussetzungen für eine Brustvergrößerung sind auch die psychischen Voraussetzungen. Hier steht die Frage nach dem Grund für die Operation im Vordergrund: Wünscht sich die Patientin aus eigenem Interesse die Behandlung oder steht sie unter sozialem oder Druck? Mitunter lassen sich Frauen die Brüste vergrößern, weil es der Wunsch des Partners ist. Darüber hinaus muss die Patientin in der Lage sein, die Resultate realistisch einschätzen zu können – dafür ist das persönliche Gespräch mit dem Arzt unabdingbar.

Auch über die Risiken einer Vergrößerung der Brust muss sich die Patientin im Klaren sein, denn wie bei jedem chirurgischen Eingriff kann es auch bei dieser Operation zu Komplikationen kommen. Im Ernstfall muss die Patientin psychisch stark genug sein, damit umgehen zu können. Letztlich sollte eine Brustvergrößerung nur durchgeführt werden, wenn die Patientin uneingeschränkt davon überzeugt ist, dass sie die Operation für sich selbst wünscht, dass die die möglichen Gefahren kennt und bereit ist, eventuelle Komplikationen auf sich zu nehmen. Dies findet die Patientin im Beratungsgespräch mit dem Arzt heraus, weshalb so wichtig ist, sich gut auf die Erstberatung und die Voruntersuchung vorzubereiten und kritisch zu hinterfragen, ob dem Arzt das Wohl der Patientin am Herzen liegt oder schnell eine teure Operation verkauft werden soll.

Methoden der Brustvergrößerung

Eine Brustvergrößerung wird durch das Einsetzen von Implantaten oder das Einspritzen von Körperfett in die Brust erreicht. Während viele Jahre vor allem Brustimplantate verwendet wurden, um die Brust zu vergrößern, gewinnt zunehmend die OP mit Eigenfett, das sog. Lipofilling, an Bedeutung.

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Ein großer Vorteil der Brustoperation mit Eigenfett ist die Verwendung von körpereigenem “Bio-Material”. Dadurch ist die Kapselfibrose als wesentliches Risiko einer OP mit Implantaten nahezu ausgeschlossen, weil kein Fremdkörper in die Brust eingesetzt wird. Eine Kapselfibrose kann infolge des Einsetzens von Brustimplantaten entstehen, dabei bilden sich bindegewebsartige und teils schmerzhafte Kapseln, die zu Verformungen der Brust führen können. Bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett tritt diese Reaktion nicht auf, weshalb das Verfahren vor allem für Frauen geeignet ist, die keinen Fremdkörper in ihrem Körper wünschen und die Risiken einer Behandlung verringern möchten.

Weitere Vorteile bei der Verwendung von Eigenfett sind das geringere Risiko von Infektionen und die bessere Haptik. Das Einsetzen von Implantaten kann immer zu Infektionen führen, weil der Fremdkörper beim Einsetzen nicht absolut steril war oder weil das Immunsystem das Implantat als fremdartig erkennt und abstoßen möchte. Ebenso fühlt sich die Brust nach einer Behandlung mit Eigenfett natürlicher an, auch wenn moderne Implantate bereits sehr “lebensecht” wirken. Ein positiver Nebeneffekt bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett: Das Material wird zunächst von anderen Stellen des Körpers entnommen, meist aus dem Bauch, der Hüfte oder den Oberschenkeln, was bei einer guten chirurgischen Leistung zu einer Harmonisierung des körperlichen Gesamtbildes führt. Die Brüste werden größer, während die “Problemzonen” verschwinden.

Brustvergrößerung mit Implantaten

Die Vergrößerung der Brust durch Implantate ist nach wie vor der Klassiker im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Ein bedeutender Vorteil der Brustvergrößerung mit Implantaten ist das Volumen, um das Brüste vergrößert werden können: Während bei Implantaten verschiedene Modelle zwischen 80 ml und 600 ml zur Verfügung stehen, können Brüste mit Eigenfett “nur” um eine halbe oder maximal eine Körpchengröße aufgebaut werden. Zudem ist das Ergebnis bei einer Vergrößerung mit Eigenfett nicht dauerhaft, weil das Fett innerhalb einiger Jahre abgebaut werden kann. Ebenso bietet sich eine Brustvergrößerung mit Implantaten für Frauen an, die bereits sehr schlank sind und bei denen keine Möglichkeit besteht, die für eine Operation benötigten 1.000 ml Fett an anderen Körperstellen zu entfernen.

Grundsätzlich sind Implantate in den letzten Jahren stark verbessert worden – sowohl in der Sicherheit als auch in der Haptik. Die Hülle eines Implantats besteht aus Silikonelastomeren und mitunter aus Micropolyurethanschaum. Durch die angeraute Oberfläche der Brustimplantate konnte zudem das Risiko einer Kapselverhärtung verringert werden. Wird das Implantat unter den Muskel gesetzt, besteht auch bei glattwandigen Modellen nur ein geringes Risiko einer Kapselfibrose. Als Füllmaterial wird Silikongel oder eine Kochsalzlösung verwendet.

Welche Methode für die Patientin infrage kommt, kann letztlich nur im Beratungsgespräch mit dem Operateur entschieden werden. Wir beraten Sie gern und helfen Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Arzt in Ihrer Nähe – kostenlos und unverbindlich!

Methoden für Brustvergrößerung: Silikon oder Kochsalzlösung?

Entscheidet sich die Patientin für eine Brustvergrößerung mit Implantaten, hat sie meist die Wahl zwischen Silikon oder einer Kochsalzlösung. Implantate aus Silikon sind inzwischen der Standard, da sie sehr sicher sind und nicht mehr auslaufen können. Zudem fühlen sie sich sehr natürlich an und es gibt es in mehreren Hundert Varianten mit verschiedenen Formen, Volumina und Oberflächen.

Eine Alternative zu Silikon-Implantaten, die besonders in den USA sehr beliebt ist, sind Implantate mit einer Kochsalzlösung. Ein Auslaufen ist unbedenklich, das Material wird vom Körper abgebaut. Ein weiterer Vorteil: Bei dieser Methode der Brustvergrößerung werden die Implantate leer in die Brust eingesetzt und anschließend auf das gewünschte Volumen gefüllt. Somit ist ein deutlich kleinerer Schnitt notwendig und die Narbe ist weniger auffällig. Nachteilig ist dagegen, dass die Implantathülle mit den Jahren erschlaffen kann und sich dadurch die Form der Brust ändert. Außerdem können geringe Mengen an Kochsalzlösung durch die Membran austreten, wodurch im Implantat Hohlräume entstehen, die zu sog. Gluckergeräuschen führen können. Lassen Sie sich in der Voruntersuchung ausführlich vom Operateur beraten, welches Implantat für Sie bestens geeignet ist.

Operation und Ablauf der Behandlung

Die Brustvergrößerung ist ein chirurgischer Eingriff, der Ablauf dauert zwischen 60 und 120 Minuten. Sie wird unter Vollnarkose durchgeführt, die Patientin wird in der Regel für eine Nacht stationär aufgenommen. Auf Wunsch bieten einige Ärzte und Kliniken auch eine ambulante Behandlung an, dann ist aber sicherzustellen, dass eine Betreuung durch Verwandte oder Freunde in den ersten Tagen nach der Brustvergrößerung gewährleistet ist. Bevor die Operation stattfindet, sollten alle Zweifel an der Operation und an deren Ablauf beseitigt sein, deshalb ist die Voruntersuchung mit einem detaillierten Gespräch mit dem Arzt sehr wichtig. Haben die Patientin oder der Arzt bedenken, sollte die Behandlung nicht durchgeführt werden – bei einem seriösen Arzt steht das Wohl der Patientin an erster Stelle.

Vorbereitung auf die Operation

Zur Vorbereitung auf die Operation zur Brustvergrößerung sollten bei Patientinnen ab dem 40. Lebensjahr eine Mammographie sowie eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, um etwaige krankhafte Veränderungen an der Brust frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Ebenfalls sollte drei Wochen vor der Operation auf Medikamente verzichtet werden, die Einfluss auf die Blutgerinnung haben und den Ablauf der Brustvergrößerung beeinträchtigen. Dazu gehören auch Schmerzmittel wie Asperin. Auch auf Alkohl, Nikotin und Schlafmittel sollte bewusst verzichtet werden, um den Körper ideal auf die Operation vorzubereiten.

Position des Implantats zur Brustvergrößerung

Wird die Brustvergrößerung mittels Implantat durchgeführt, muss anhand der körperlichen Voraussetzungen der Patientin entschieden werden, ob das Implantat vor oder hinter dem Brustmuskel platziert wird. Bei schlanken Patientinnen mit einem eher dünnen Weichgewebsmantel bietet sich die Implantation hinter den Brustmuskel an, weil dadurch der obere Rand des Implantats besser verdeckt wird. Soll hingegen eine leicht hängende Brust aufgefüllt und gehoben werden, bietet sich die Position des Implantats vor dem Brustmuskel an. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird das Material unter die Haut injiziert. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der dauerhaft verbleibende Anteil nicht genau vorhersehbar ist und etwa nur bei 50 Prozent liegt. Deshalb wiederholen einige Patientinnen den Eingriff nach einigen Jahren. Bei der Position und Menge des injizierten Fettmaterials muss berücksichtigt werden, dass nur rund 75 Prozent der transferierten Fettzellen anwachsen und zusätzlich Wasser ausgelagert wird. Dies führt letztlich zu einem Größenzuwachs von etwa 50 Prozent des zuvor injizierten Volumens.

Brustvergrößerung - Schnitttechniken

Schnitttechniken bei der Brustvergrößerung

Bei einer Brustvergrößerung gibt es im Wesentlichen drei Schnittführungen, die verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringen, bei guter Ausführung jedoch grundsätzlich kaum sichtbar sind:

  • Schnitt in die Achselhöhle
  • Schnitt in die Brustumschlagfalte
  • Schnitt in den Brustwarzenhof

Neben den Wünschen der Patientin spielen weitere Faktoren eine Rolle, wenn die Schnittführung gewählt werden soll:

  • Soll das Implantat unter oder über dem Muskel platziert werden?
  • Wird mit der Brustvergrößerung eine Straffung durchgeführt?
  • Hat der Operateur besondere Vorlieben?

In jedem Fall wird die Frage nach der Schnitttechnik im Rahmen der Voruntersuchung ausführlich zwischen dem Arzt und der Patientin besprochen. Dabei muss der Operateur alle Methoden darlegen und die jeweiligen Vor- und Nachteile erläutern. An dieser Stelle kann eine Patientin gut erkennen, wie sehr der Arzt auf ihre Wünsche eingeht und ob er fachlich überzeugt. Über den Schnitt wird ein Hohlraum geschaffen, in den das Implantat eingesetzt wird – je nach Position des Implantats wird der Hohlraum hinter dem Brustgewebe oder zwischen Brustmuskel und Rippen hergestellt.

Schnitt in der Brustumschlagfalte

Die häufigste Schnittführung ist der Schnitt in die Brustumschlagfalte. Gerade bei größeren Implantaten ist die Narbe anschließend sehr gut unter der Brust verbrogen und kaum sichtbar. Ein Vorteil dieser Methode ist die einfache Platzierung des Implantats unter den großen Brustmuskel. Allerdings kann es in den ersten Wochen nach der Operation zu Irritationen kommen, wenn der Bügel des BHs an der frischen Narbe scheuert.

Schnitt in die Achselhöhle

Der größte Vorteil beim Schnitt in die Achselhöhle ist die vollständige äußere Unversehrtheit der Brust – dort gibt es keine sichtbaren Narben. Je nach Lebensumstand der Patientin muss kann die Narbe in der Achselhöhle aber auch nachteilig sein, etwa bei Models oder Sportlerinnen, die nicht möchten, dass bei arm- und schulterfreier Kleidung eine Narbe zu erkennen ist. Darüber hinaus ist die Platzierung des Implantats über die Achselhöhle unter den Brustmuskel mit mehr Komplikationen verbunden. So kann das Implantat zu hoch sitzen, wenn Muskelfasern im Achselbereich, die im unteren Brustbeinbereich ansetzen, nicht richtig gelöst werden. Hier kann es öfter zu Nachbehandlungen kommen.

Schnitt in den Brustwarzenvorhof

Eine seltene Methode für das Einbringen von Implantaten ist ein Schnitt in den Rand des Brustwarzenvorhofs. Patienten haben meist die Befürchtung, dass die Narbe sichtbar ist oder Gefühlsstörungen auftreten.

Risiken und Probleme Bei Brustvergrößerung

Da es sich um einen operativen Eingriff handelt, können grundsätzlich Komplikationen auftreten. Die häufigsten Risiken einer Brustvergrößerung sind Verkapselungen, Infektionen und Probleme bei der Wundheilung. Verkapselungen oder Verhärtungen treten sehr selten auf (unter 5 Prozent) und nur bei  Implantaten. Bei einer Behandlung mit Eigenfett ist das Risiko nahezu ausgeschlossen. In den letzten Jahren wurden die Implantate jedoch konsequent weiterentwickelt, weshalb das Risiko einer Verkapselung deutlich gesunken ist.

Infektionen bei einer Brustvergrößerung können durch schlechte Hygiene bei der Operation auftreten oder wenn die Implantate mangelhaft waren. Die Folge können starke Schmerzen, Fieber und Kreislaufprobleme sein. Mitunter müssen die Implantate entfernt werden, wenn Allergien auftreten. Deshalb sollten Patientinnen darauf achten, sich ausschließlich von seriösen Ärzten und Kliniken behandeln zu lassen. Bereits beim Betreten der Praxisräumen, bei der Voruntersuchung und im Gespräch mit dem Arzt oder auch im Umgang mit dem Klinikpersonal können Patientinnen feststellen, welchen Wert auf Sauberkeit gelegt wird. Mangelt es an Hygiene im Wartezimmer oder im Untersuchungsraum, wird möglicherweise auch bei der Operation weniger Wert auf Sauberkeit gelegt.

Ein weiteres Risiko ist das Reißen oder Platzen der Implantate. Dies kann vor allem bei Unfällen passieren, in denen starke Kräfte auf den Oberkörper der Frau einwirken. Moderne Implantate sind inzwischen weitgehend “auslaufsicher”. Welche Implantate verwendet werden und wie hoch die Sicherheit ist, besprechen Patientinnen im Gespräch mit dem Arzt. Weitere Informationen über Risiken einer Brustvergrößerung finden Sie in diesem Artikel.

Heilung und Schmerzen nach der OP

Nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten leiden Patientinnen für die Dauer von drei bis vier Tagen teils unter starken Schmerzen. Von den meisten Kliniken erhalten sie für diese Zeit Schmerztabletten. Die Brust wird darüber hinaus in den Wochen nach der Vergrößerung auch druck- und schmerzempfindlich sein. Zudem fühlen sich einige Patientinnen schwach und müde. Der Verband wird bereits einige Tage nach der Operation entfernt, dann ist es notwendig, dass etwa einen Monat lang ein spezieller Stütz-BH getragen wird – Tag und Nacht. Der BH sorgt dafür, dass die Implantate in der gewünschten Position anwachsen.

Eine ärztliche Krankschreibung erfolgt in der Regel nicht, wenn es sich bei einer Brustvergrößerung um einen ästhetisch-bedingten Eingriff handelt. Die meisten Patientinnen nehmen für diese Zeit Urlaub, um sich von der Operation zu erholen. Auf Sport sollte für vier bis sechs Wochen verzichtet werden, individuelle Sportarten, bei denen der Oberkörper stark beansprucht wird, sollten mit dem Arzt besprochen werden.

Nachsorge und Pflege bei Brustvergrößerung

Für ein optimales Ergebnis der Brustvergrößerung sind die Nachsorge und Pflege von großer Bedeutung. Patientinnen sollen mindestens zwei Wochen Urlaub nehmen und sich körperlich wie seelisch entspannen, damit sich der Körper bestmöglich erholen kann. Auch ein kurzer Urlaub kann dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Damit die Haut nach der OP entlastet wird, sollte im Rahmen der Nachsorge der Stütz-BH regelmäßig und nach den Anweisungen des Arztes getragen werden, wodurch auch die Heilung der Narben gefördert wird. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass anfangs nur auf dem Rücken geschlafen wird, weil durch die Bauch- oder Seitenlage das Gewebe zu stark belastet wird.

Besonders wichtig ist im Rahmen der Nachsorge einer Brustvergrößerung auch die Pflege der Narbe. Denn nur so entsteht ein Ergebnis, das für die Patientin und den Arzt optisch zufriedenstellend ist. Mit medizinischen Salben und Pflastern kann wirkungsvoll die Herausbildung von großen und wulstigen Narben verhindert werden. Vor allem müssen Patientinnen bei der Narbenpflege geduldig sein und die Anweisungen des Arztes langfristig und konsequent befolgen.

Erfahrungen mit Brustvergrößerungen

Auf der Suche nach dem passenden Arzt spielen Erfahrungen eine wichtige Rolle. Einerseits die Erfahrung des Arztes, andererseits aber auch die Erfahrungen von Patientinnen, die sich bereits einer Brustvergrößerung unterzogen haben.

Brustvergrößerung mit Brustoperation-Vergleich.de

Auf Webseiten wie Brustoperation-Vergleich.de, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben, finden Interessentinnen echte Erfahrungsberichte zu den einzelnen Methoden einer Brustvergrößerung und zu den jeweiligen Ärzten. In den Erfahrungen und Bewertungen werden bei uns nur veröffentlicht, wenn die Patientin bereits Kontakt mit dem Arzt oder der Klinik hatte und eine hilfreiche Bewertung abgeben kann.

Ein weiterer hilfreicher Indikator bei der Wahl eines Arztes ist die Service-Note. Sie wird individuell für jeden Arzt berechnet und gibt detailliert Auskunft über die Qualifikation, den Service, die Patientenmeinungen und die im Preis enthaltenen Leistungen. So können Interessentinnen, die über eine Vergrößerung der Brust nachdenken, bequem und schnell die Ärzte vergleichen und feststellen, welcher Anbieter am besten für sie geeignet ist. Sie haben Fragen zu Brustvergrößerungen? Dann rufen Sie uns an – wir beraten Sie gern. Kostenlos, diskret und unverbindlich!

Telefon: 0800 – 200 50 60


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