Kapselfibrose bei Brustvergrößerung vorbeugen

Die Kapselfibrose (oder Kapselkontraktur) gehört zu den häufigsten Komplikationen nach igeniner Brustvergrößerung. Für den Erfolg der Operation ist maßgeblich, das Risiko zu verringern und die Kapselfibrose bei einer Brustvergrößerung zu vermeiden. Dafür gibt es verschiedene Ansätze – wenngleich nach Meinung einiger Ärzte noch immer nicht abschließend geklärt ist, wie eine Kapselfibrose nach der Brustvergrößerung entsteht. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung vorzubeugen. Bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine Kapselfibrose weitgehend ausgeschlossen.

Ursachen einer Kapselfibrose vermeiden

Brustvergrößerung Kapselfibrose vermeidenEine Kapselfibrose ist eine Reaktion des Immunsystems und gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Brustvergrößerung. Dabei bildet sich um das Implantat herum eine Kapsel, die normalerweise dem Brustgewebe sehr ähnlich ist. Bei einer Kapselfibrose verhärtet sich diese Kapsel und zieht sich zusammen, wodurch das Implantat deformiert wird und die Brust ihre Form verändert.

Die Gründe einer Kapselfibrose können vielfältig sein. Meist wurde sehr traumatisch operiert, wodurch beim Eingriff viel Gewebe beschädigt wurde. Auch Einblutungen in die Brust und die Lage des Implantats können mögliche Ursachen für Kapselfibrosen nach Brustvergrößerungen sein. Um Einblutungen zu vermeiden, verwenden einige Operateure sog. Drainagen, die nach wenigen Tagen entfernt werden. Über diese Drainagen können Wundflüssigkeit und Blut abfließen und die Wundheilung wird dadurch beschleunigt.

Bei der Lage des Implantats ist entscheidend, ob es vor oder hinter dem Brustmuskel eingesetzt wird. Die Erfahrungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose sinkt, wenn das Implantat hinter dem Brustmuskel eingesetzt wird. Also weitere Ursache einer Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung kommt eine Kontamination des Implantats durch Bakterien infrage.

Kapselfibrose nach Brustvergrößerung vorbeugen

Ein guter und erfahrener Arzt ist in der Lage, die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose zu senken oder sie ganz zu vermeiden. Um bei einer Brustvergrößerung eine Kapselfibrose vorbeugen zu können, ist es wichtig, möglichst wenig Brustgewebe zu verletzen (minimal touch) und die Implantate unter den Brustmuskel zu setzen. Auch sollte ein hochwertiges Implantat verwendet werden, dass über eine texturierte Oberfläche verfügt.

Kapselfibrose nach Brustvergrößerung erkennen

Nach einer Brustvergrößerung kann die Heilung mehrere Wochen bis Monate dauern. Während dieser Zeit kann es zu Schmerzen und Spannungen in der Brust kommen, weshalb viele Frauen befürchten, bei ihnen könnte sich eine Kapselfibrose gebildet haben. Grundsätzlich gibt es verschiedene Symptome, die auf eine Kapselfibrose hindeuten:

  • Schmerzen in der Brust
  • Verspannungen und (tastbare) Verhärtungen
  • Verformung der Brust oder des Implantats

Die Kapselfibrose wird in vier Stufen unterteilt. Anhand dieser sog. Baker-Stufen kann die Schwere einer Kapselfibrose festgestellt werden. Diese reicht von einer leichten Verhärtung ohne weitere sicht- und tastbare Veränderungen (Stufe 1) bis zu einer sichtbaren und teilweise schmerzhaften Verformung der Brust (Stufe 4).

Symptome einer Kapselfibrose nach Baker

Stufe 1 – normaler Zustand: Weiche Brust mit natürlichem Aussehen

Stufe 2 – leichte Kapselfibrose: Geringe Verhärtung der Brust ohne optische Veränderung

Stufe 3 – starke Kapselfibrose: Verhärtung der Brust mit optischer Veränderung, keine Schmerzen

Stufe 4 – ausgeprägte Kapselfibrose: Starke und schmerzhafte Verhärtung und Verformung der Brust

Behandlung der Kapselfibrose

Wenn sich bei einer Patientin nach einer Brustvergrößerung eine Kapselfibrose gebildet hat, muss nicht zwangsläufig das Implantat gewechselt werden. Häufig ist eine Behandlung mit schonenderen Mitteln möglich. Dazu gehört bspw. der Fibrosenschnitt oder endoskopische Kapsulotomie. Indem das vernarbte und zusammengezogene Kapselgewebe eingeschnitten wird, schafft der Operateur wieder mehr Platz für das Implantat. Darüber hinaus kann eine Kapselfibrose auch mit Ultraschall behandelt werden. Die Wellen wirken auf das Brustgewebe ein und fördern die Durchblutung, wodurch auch die Sauerstoffversorgung verbessert wird. In der Folge lösen sich die Fibrosen auf.

Sollte die Kapselfibrose stark ausgeprägt sein, kommt unter Umständen nur ein Implantatwechsel in Betracht. Dies gilt insbesondere für die Stufen 3 und 4, bei denen bereits eine starke Verhärtung und Verfolgung der Brust vorliegt. In diesen Fällen werden das Kapselgewebe und wenn notwendig auch das Implantat entfernt, das durch ein neues Implantat ersetzt wird.

Häufigkeit einer Kapselfibrose und Kostenübernahme

Die Kapselfibrose gehört zu den häufigsten Komplikationen einer Brustvergrößerung. Die Angaben über die Wahrscheinlichkeit schwanken und richten sich unter anderem nach der Lage und Beschaffenheit der Implantate. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) hat etwa jede fünfte Frau eine Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung, bei modernen Implantaten mit einer rauen, also texturierten Oberfläche, wird die Häufigkeit mit 6 bis 10 Prozent angegeben.

Sie haben Fragen zu Brustvergrößerungen? Oder Sie möchten mehr darüber wissen, wie Kapselfibrosen vermieden werden können? Dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern – diskret, unverbindlich und kostenfrei.

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