Gynäkomastie beim Mann

Gynäkomastie beim Mann – Was ist das & wie stellt man es fest?

Gyno – das Weibliche, Mastos – die Brust. Ein weiblicher Busen auf dem falschen Oberkörper – der Männerbrust. Das ist die Definition von Gynäkomastie. Umgangssprachlich sind diese Männerbrüste auch bekannt als Manboobs, Bitch Tits, Zipfel Titten, Fett Busen, Schwabbel Brust oder Moobs. Doch wie genau kommt es zur Gynäkomastie?

 

Was genau ist Gynäkomastie?

Medizinisch betrachtet beschreibt die Gynäkomastie nichts anderes als die Vermehrung von Gewebe im Bereich der männlichen Brust. Dabei kann dieses Gewebe entweder eine Drüse sein (= echte Gynäkomastie) oder Fett (= Lipomastose oder Pseudogynäkomastie).

Eine Gynäkomastie ist in jedem Fall eine gutartige Erscheinung und bedeutet keine Gefahr für Männer, deswegen Brustkrebs zu entwickeln.

Wie häufig kommt Gynäkomastie beim Mann vor?

In Deutschland ist etwa jeder zehnte Mann von Gynäkomastie betroffen. In der Pubertät ist die Schwellung der Brustwarze eigentlich ein „normaler“ Zustand: 65 % der heranwachsenden Pubertierenden haben zeitweise eine Gynäkomastie. Im Alter kommt der Männerbusen ebenfalls häufig vor – 80 % der über 80-jährigen haben einen Busen.

Wie lässt sich herausfinden, welche Gynäkomastie vorliegt?

Wenn sich das Gewebe hinter der Brustwarze anfühlt wie ein Radiergummi oder ein Knoten, der etwa 1,5 bis 5 Zentimeter groß ist, handelt es sich wahrscheinlich um eine echte Drüsen Gynäkomastie.

Hat das Gewebe eher die Form einer langgezogenen Zigarre oder liegt wie ein Torpedo am Unterrand der Brust und ist länger als 7 Zentimeter lang, sowie zwischen 3 bis 8 Zentimeter dick, liegt eher eine Lipomastose bzw. Pseudo-Gynäkomastie vor.

Gynäkomastie – Diagnostik

Die beste Methode den Männerbusen im Inneren darzustellen ist der Ultraschall – nicht die Mammographie oder das MRT. Dabei sollte der Ultraschall unbedingt von einem Radiologen mit Erfahrung durchgeführt werden. Mit den hochwertigen Geräten lässt sich klar zwischen Drüsen- und Fettgewebe unterscheiden.

 

Im Befund soll dann klar angegeben sein, wie groß die Brustdrüse des Mannes in Zentimetern ist. Das ist für die Entscheidung der weiteren Therapie und auch bei der Operation einer der wichtigsten Parameter.

 

Wie wirkt sich Gynäkomastie auf Männer aus?

Im Sommer ins Schwimmbad gehen, im Fitness Center duschen oder sich im Schulsport mit den anderen umziehen. Sprich, ein ganz normales Leben führen. Für Männer mit Gynäkomastie ist dies nicht möglich. Anders zu sein oder sich anders zu fühlen, führt oft zu Schamgefühlen. Scham darüber, anders auszusehen, sich auszuziehen und gehänselt zu werden. Worte wie Zipfeltitten, Manboobs, Specktitten oder Moobs – all das haben die meisten Männer mit Gynäkomastie schon in der Jugend erlebt. Bodyshaming ist ein aktuelles Problem, das diese Männer stark belastet.

Sie empfinden sich selbst als fehlerhaft. Das führt dazu, dass sie sich selbst von der Gruppe anderer ausschließen. Aus Scham und Selbstzweifeln entsteht ein Schmerz in der Seele. Dieser wird tief vergraben, denn die Männer haben das Gefühl mit niemandem darüber reden zu können. Entweder heißt es „das ist doch nicht so schlimm“ oder sie werden ausgelacht.

 

 

 

 

 

Studien zeigen: Männer mit Gynäkomastie leiden an einem verminderten Selbstwertgefühl, kapseln sich ab, ziehen sich zurück und meiden soziale Kontakte. Das Leben erscheint ihnen nicht so lebenswert und negative Auswirkungen ziehen sich durch alle Lebensbereiche, besonders betroffen ist aber die Sexualität. Das drückt nochmal auf das Selbstvertrauen und bei manchen Männern mit Gynäkomastie kommt es zu Depressionen.

Eine Gynäkomastie OP kann dazu beitragen, Komplexe zu beseitigen und zu neuem Selbstbewusstsein und neuer Lebensfreude führen. Grund für eine OP sollte aber immer der eigene Wunsch des Mannes sein und nicht der gesellschaftliche Druck.

 

Welche Faktoren beeinflussen die Männerbrust?

Bei der Gynäkomastie liegt nicht nur eine Ursache vor, vielmehr spielen bei der Entwicklung der Männerbrust vier Komponenten eine wichtige Rolle: Hormone, Gene, Ernährung und Bewegung.

 

Hormone

Ohne Hormone würde der Stoffwechsel nicht funktionieren. Sie spielen die Schlüsselrolle, damit der Körper mit all seinen Funktionen und Bewegungen optimal funktioniert.

Testosteron

Dieses Hormon macht den Mann zum Mann, macht Lust aufs Leben und die Liebe. Testosteron baut Muskulatur auf und lässt Männer unermüdlich aktiv sein. Libido und Leben, Samenproduktion und Bartwuchs, aber auch gute Fettverbrennung und körperliche Leistungsfähigkeit – dafür ist Testosteron verantwortlich.

Ist im Verhältnis zu wenig Testosteron in der Blutbahn, kann das zu Gynäkomastie führen. Das Hormongleichgewicht ist möglicherweise verschoben in Richtung Östrogen, obwohl die Absolutwerte im Blut normal erscheinen.

 

Östrogen

Das mächtigste Frauenhormon lässt bei Teenagern den Busen wachsen und unterhält die Schwangerschaft. Östrogen ist auch das wichtigste Wachstumshormon für die Babys aller Säugetiere. Deshalb ist in Milch viel Östrogen enthalten, damit die Säuglinge schnell wachsen. Östrogen wirkt auf das Brustdrüsengewebe des Mannes wie Dünger: Je mehr Östrogen im Blut, desto stärker wird das Wachstum angeregt.

 

Männer brauchen für die gute Entwicklung von Herz, Hirn und Knochen eine kleine Menge Östrogen im Blut. Dieses stellen sie selbst her – aus Testosteron. Dazu hat jeder Mensch ein Spezialenzym namens Aromatase.

 

Aromatase

Ohne Östrogen reifen die Knochen nicht aus und Männer wachsen lang und länger, bekommen Diabetes und Fettleber. Bei einer seltenen Erbkrankheit bilden Männer keine Aromatase. Weltweit sind 20 solcher Fälle bekannt.

 

Im Normalfall bildet Aromatase aus Testosteron Östrogen. Zu viel Östrogen wirkt anregend auf die Brustdrüse beim Mann. Das Enzym „lebt“ im Fettgewebe. Je mehr Fettgewebe, desto mehr Aromatase, desto mehr Östrogen und umso weniger Testosteron. Denn das Enzym arbeitet so lange, bis kaum noch Ausgangssubstanz, sprich Testosteron, da ist. So wird das Brustwachstum bei Männern gefördert.

 

Gene – das vererbte Gut

In vielen Familien wird die Gynäkomastie „vererbt“: Der Vater oder der Onkel hatte es schon und vielleicht auch der Bruder. Bis heute ist nicht geklärt, ob es ein Gynäkomastie Gen gibt. Aber ganz sicher lassen sich experimentell Besonderheiten bei Männern mit Gynäkomastie nachweisen:

 

  • Erhöhte Östrogen-Empfindlichkeit der Rezeptoren an der Brust.
  • Hohe Aromatase-Aktivität und somit relativ hohe eigene Östrogenspiegel im Blut.

 

Kommen dann noch Alkohol, Leberverfettung oder Übergewicht dazu, ist der Männerbusen vorprogrammiert.

 

Ernährung

Auch Östrogen von außen kann das Fass zum Überlaufen bringen. Hier kommt die Ernährung ins Spiel: In unserer Trinkmilch findet sich pro Liter Vollmilch etwa so viel Östrogen wie ein junger Mann pro Tag selbst herstellt, nämlich 25 bis 40 μg. Käse ist konzentrierte Milch, daher ist hier der Östrogengehalt im Vergleich noch höher. Im Dotter des Hühnereis ist all das Östrogen enthalten, das ein Küken für die Entwicklung von Federn, Knochen und Schnabel benötigt. Buttermilch, Quark, Joghurt und Kefir sind alles „gute“ Eiweiß-Quellen und tragen das Östrogen in den Männerkörper.

 

Ob und wieviel von dem Östrogen der Nahrung in die Blutbahn übergeht, ist nicht entscheidend. Denn wissenschaftlich ist erwiesen, dass alle Hormone tierischen Ursprungs an den menschlichen Hormonrezeptoren wirken und so eine Gynäkomastie begünstigen.

 

Die folgenden Lebensmittel haben besonders hohe Östrogenwerte:

  • Milch (alle Sorten)
  • Joghurt
  • Käse
  • Quark
  • Kefir
  • Eier
  • Kaviar

 

Bewegung

Männer bewegen große Gewichte spielerisch – Waschmaschinen, Regale oder Kühlschränke. Wie kommt es, dass Männer sich damit so leichttun? Die Antwort: Das Y-Chromosom.

 

Ohne dieses Chromosom kein Testosteronschub in der Pubertät. Testosteron schafft es, dass Männer einfach Muskeln aufbauen. Es ist sogar so, dass die Muskulatur an der Belastungsgrenze Botenstoffe aussendet. Diese fordern noch mehr Testosteron an, was zu mehr Muskeln und Kraft führt.

 

Am besten geht das beim Krafttraining mit Gewichten oder auch nur mit dem eigenen Körpergewicht. Der durch Training gegen Widerstand – am besten bis zum Erschöpfen der Muskeln – verursachte Stress sorgt beim Mann für einen das Muskelwachstum anregenden Cortisol-Ausstoß. Durch das Testosteron werden dickere und neue Muskelfasern gebildet.

 

Ein definierter oberer Brustmuskel, oder Pectoralis, ist durch Liegestütze in verschiedenen Variationen auch zu Hause im Training zu erreichen. Zum anderen kann man mit Liegestützen und anderen Ganzkörper-Übungen gut eine Erschöpfung der Muskeln und somit eine Ausschüttung von Testosteron erreichen.

 

Was hilft gegen Männerbrüste?

Drei Dinge sind die Schlüssel zum langfristigen Erfolg für das gesunde Wohlgefühl bei Männern mit Gynäkomastie. Diese drei Säulen halten Männer ein Leben lang vital. Bei Männerbusen sind sie aber geradezu essenziell, damit der Busen niemals wiederkommt.

Krafttraining

Am besten sind Übungen, die den gesamten Körper beanspruchen. Sie sollten ermüdend sein und drei- bis fünfmal pro Woche durchgeführt werden. Damit bleibt die Muskulatur erhalten, Testosteron wird gebildet und der Körperfett-Anteil (KFA) bleibt im für Männer optimalen Bereich von 8 bis 20 Prozent. Der eigene KFA lässt sich auch schnell und einfach selbst berechnen.

 

Körperfett im optimalen Bereich

Aromatase zähmen und nur so viel Östrogen herstellen, wie wirklich nötig. Dazu ist ein KFA zwischen 18 und 8 Prozent ideal für Männer. Weniger als 8 Prozent wirken sich auf Dauer eher negativ auf den Testosteronspiegel aus. So lässt sich bei Athleten mit sehr wenig Körperfett ein Absinken des Testosterons beobachten.

 

Östrogen aus der Nahrung eliminieren

Keinen Kaviar zu essen, ist einfach. Doch auf Milch und Milchprodukte wie Käse zu verzichten, gestaltet sich schon schwieriger. Woher soll das notwendige Eiweiß kommen? Diese Frage haben sich auch viele vegane Top-Sportler wie Lewis Hamilton stellen lassen müssen. Der stärkste Mann der Welt ist Pflanzenfresser. Es scheint also Wege zu geben.

Da 60 Prozent des Östrogens in der Nahrung aus den genannten Milchprodukten stammt, liegt hier eine mächtige Stellschraube. Doch was ist mit pflanzlichen Östrogenen wie Phytoöstrogene in Soja? Sorgen die nicht auch für ein Brustwachstum bei Männern?

Die Antwort lautet: Nein. Pflanzenöstrogene wirke

n eher wie ein Schutzschild auf die Östrogen-Rezeptoren und blockieren die aktivierende Wirkung der menschlichen oder tierischen Östrogene auf die Brustdrüse beim Mann.

 

Wie läuft eine Brust OP beim Mann ab?

Wenn die im vorherigen Kapitel genannten drei Schlüssel nicht ausreichen, um die Gynäkomastie zu lindern, ist wahrscheinlich eine Operation der richtige Weg.

Egal ob es sich um eine echte oder eine Pseudo-Gynäkomastie handelt: Bei der Wahl des Operateurs sollten keine Kompromisse eingegangen werden. Ein spezialisierter Facharzt entscheidet, welche der folgenden Methoden die richtige ist:

  • Reine Schnitt-OP
  • Alleinige Liposuction/Fettabsaugung
  • Kombination aus Schnitt-OP und Liposuction

 

Welche Methode die richtige ist, entscheidet sich am Drüsen-Anteil. Beträgt dieser mehr als einen Zentimeter hinter der Brustwarze, ist die Schnitt-OP die richtige Wahl. Hierbei wird die Drüse über kleine Hautschnitte komplett entfernt. Dazu wird in der modernen plastischen Chirurgie mit einem Hochfrequenz-Elektrokoagulationsgerät gearbeitet. Das ist in etwa vergleichbar mit einem Laser. Der Vorteil sind geringere Blutergüsse nach der Operation.

 

Liegt der Drüsen-Anteil bei einem Zentimeter oder darunter, handelt es sich um eine Lipomastose. Hier ist die Fettabsaugung die geeignete OP-Methode. Bei einem sogenannten Mischtypen, ist eine Kombinations-OP aus Schnitt und Liposuction erforderlich.

 

Bei der Gynäkomastie OP gibt es verschiedene Methoden: Durch die Brustwarze, mit T-Schnitt, kreisförmig um die Brustwarze herum, sichelförmig unterhalb der Brustwarze, Fettabsaugung von der Achsel, von der Unterbrust-Falte, mit Elektroagulation, mit Shaver.

 

Alle Methoden werden in meiner Praxis ambulant mit leichtem Dämmerschlaf und lokaler Betäubung durchgeführt.

 

Die Wahl des Arztes

Wie bereits erwähnt sollten Patienten bei der Wahl des Arztes keine Kompromisse eingehen und sich für einen spezialisierten Chirurgen entscheiden. Das sollte dann nicht nur ein Facharzt für Plastische Chirurgie sein, sondern jemand, der sich auf die Männerbrust spezialisiert hat.

 

Im Gegensatz zu „Schönheitschirurgen“ und Plastischen Chirurgen, die Brustoperationen auch bei Frauen sowie viele andere Prozeduren anbieten, ist bei der Gynäkomastie ein Spezialist jemand, der sich hauptsächlich auf die männliche Brust konzentriert.

 

Die langjährige Erfahrung und Kompetenz des Experten für Brust-OPs erweist sich als entscheidender Vorteil. Viele durchgeführte Brustoperationen geben Routine. Das hilft insbesondere bei komplexen anatomischen Verhältnissen und ausgeprägter Männerbrust.

 

Enormes Fachwissen, viel praktische Erfahrung und ständige Weiterbildungen machen einen Experten aus. Begleiten, realistische Erwartungen besprechen und mögliche Risiken abschätzen – das ist, was Sie von einem Spezialisten erwarten dürfen. Es empfiehlt sich, vor dem Eingriff den Facharzt, sein Team und die Praxis kennenzulernen.

 

Bei der Wahl eines Spezialisten gilt es demnach folgende Entscheidungskriterien zu berücksichtigen:

  • Kompetente, auf die Wünsche und Sorgen des Patienten zugeschnittene Beratung
  • Erreichbarkeit auch am Wochenende bei Problemen
  • Vermeidung unkalkulierbarer Folgekosten
  • Maximale Sicherheit bei Beratung, Operation und Nachsorge
  • Äußerste Routine und Expertise – auch bei komplizierten Eingriffen
  • Sanfte Operationsmethode und -technik
  • Höchstes Technologieniveau und Sterilität
  • Umfassende Nachsorge
  • Klare, ehrliche Prognose der Erfolgsaussichten

 

Gynäkomastie OP – Kosten und Finanzierung

Eine Brust OP beim Mann ist mit Kosten von etwa 3.000 Euro aufwärts verbunden. Die Kosten für die Gynäkomastie OP übernimmt die Krankenkasse in der Regel nicht – weder die gesetzlichen noch die privaten. Ausnahmen dabei sind Krebserkrankungen oder andere seltene Einzelfallentscheidungen, die dazu führen, dass die Kosten für die operative Entfernung der Gynäkomastie von der Krankenkasse getragen werden. Zudem sind bei ästhetischen, nicht medizinisch notwendigen Operationen etwaige Folgekosten nicht mit abgedeckt. Daher gilt es diese in der persönlichen Kalkulation zu berücksichtigen.

 

Was sind Folgekosten? Alle möglichen Komplikationen wie Infektionen oder Wundheilungsstörungen können in Folge der Gynäkomastie OP auftreten. In seltenen Fällen kann auch ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig sein. Für einen solchen Fall bietet sich eine Folgekosten-Versicherung an. Diese sichert finanzielle Restrisiken bei ästhetisch-plastischen Operationen ab. Im Internet finden sich viele zuverlässige Anbieter.

 

In den letzten 20 Jahren hat nicht nur die Anzahl der Publikationen über Männerbusen zugenommen, sondern auch die Anzahl der Männer, die an Gynäkomastie leiden. Auch die Popularität von Schönheitsoperation hat in den letzten Jahren zugenommen. Das hat zu einer gut ausgebauten Infrastruktur an sogenannten Schönheitschirurgen und Kliniken im In- und Ausland geführt.

 

Teilweise bieten Mediziner und Organisationen komplette Beauty-OP-Pakete im Ausland an – zu extrem niedrigen Preisen. Solange die Operation professionell und von einem gut ausgebildeten Chirurgen ausgeführt wird, ist gegen den Eingriff nichts einzuwenden. Doch bei allem Kostenbewusstsein gilt – bei der Gesundheit ist Sparsamkeit womöglich nicht die beste Strategie.

 

Auf den günstigsten Preis zu setzen, kann unter anderem bedeuten, dass bei der Wahl des operierenden Arztes Abstriche gemacht werden müssen. Oft ist gerade in der Nachbetreuung vor Ort kein Sicherheitsnetz bei Komplikationen oder Problemen für den Patienten vorhanden.

 

Für das positive Ergebnis einer Gynäkomastie OP steht der Facharzt mit seinem Namen. Besonders wenn er in eigener Praxis operiert. Durch jahrelange Erfahrung kann er mit Rat und Tat zur Seite stehen. Kurzfristig, vor Ort, auch bei seltenen Problemen. Dieser Service, die außergewöhnliche Erfahrung eines spezialisierten Brustchirurgen und der kompetente Einsatz modernster Methoden und Techniken schlagen sich in einem höheren Preis nieder. Das nachhaltige Ergebnis und die Gewissheit, sich von einem angesehenen Experten operiert haben zu lassen, zahlt sich für Patienten dauerhaftaus.

 

Finanzierungen von Behandlungskosten über verschiedene Anbieter können den Schritt zur Gynäkomastie OP erleichtern. Das Internet ist voll von spezialisierten Kreditinstituten. Nicht selten gibt es Null-Prozent-Finanzierungen für 12 Monate.

 

Wichtige Fragen zur Gynäkomastie OP

Brust-OP – Was muss Mann beachten?

Patienten fühlen sich nach der Gynäkomastie OP direkt meist sehr gut und haben wenig Probleme. Dies liegt nicht zuletzt an der leichten und schonenden Dämmerschlaf-Narkose. Trotzdem: Schonung und Ruhe beschleunigen den Heilungsprozess.

 

Zur Nachsorge gehört ein passendes Mieder, die richtige Kompressionsentwicklung und die Wiedervorstellung am nächsten Tag. Die Kompressionswäsche muss mindestens zwei bis vier Wochen lang Tag und Nacht getragen werden. Danach noch zwei Wochen in der Nacht und bei Belastung (z.B. bei Sport oder Handwerkern).

 

Für ein bis zwei Tage sind die Wundsekret-Drainagen, auch Redon-Drainagen genannt, angenäht. Ab dem Tag nach dem Entfernen der Drainagen dürfen Sie mit den Pflastern auf der Wunde duschen. Die nassen Pflaster entfernen Sie dann, tupfen die Nähte vorsichtig ab und bringen frische Pflaster auf. Um die Fäden zu schützen, bedecken Sie diese bitte mit Pflastern, solange diese nicht entfernt sind.

 

Sport, Sauna, Solarium – diese drei Dinge sollten Sie in den ersten sechs Wochen vermeiden. Normale körperliche Aktivität ist nach drei Tagen erlaubt, Bodybuilder sollten zehn Tage nicht trainieren. Die Blutgefäße im OP-Gebiet können beim Pressen (egal ob Beinpresse, Hanteltraining etc.) wieder durch den inneren Druck aufgehen. Ein sehr großer, schmerzhafter Bluterguss kann die Folge sein. Wenn das passiert, wird man noch weiter in seinem Training zurückgeworfen. Am aller wichtigsten ist das Kühlen während der ersten zwei Tage. Mit etwas Disziplin und vier- bis fünfmal für 10 bis 15 Minuten kühlen pro Tag können Sie selbst viel zu schneller Heilung beitragen.

 

Nachwirkungen & mögliche Komplikationen

Nach der Operation kann es zu folgenden Nachwirkungen oder auch Komplikationen kommen:

  • Hautverfärbungen, Bluterguss und Wundschmerzen, diese klingen in der Regel nach wenigen Wochen ab
  • Empfindlichkeit der Brustwarze kann auf Dauer eingeschränkt bleiben
  • Über- oder Unterkorrektur, d.h. es wurde zu viel oder zu wenige Gewebe entfernt
  • Gynäkomastie kann zurückkommen, besonders bei Bodybuildern (externe Androgene) und bei Zunahme des Körperfettanteils
  • Narbenwucherungen (Keloide), d.h. Vermehrungen von Narbengewebe
  • Innere Narben können zu bleibenden Gewebeverhärtungen führen
  • Dellen, Furchen, Verziehungen der Hautoberfläche, eingezogenen oder nach innen gesunkene Brustwarzen

 

Welche Schmerzen sind nach einer Gynäkomastie OP zu erwarten?

Die Schmerzen halten sich nach der Operation in Grenzen, es kann sich anfühlen wie ein starker Muskelkater. Manche Patienten berichten von einem Brennen und leichten Ziehen im Oberkörper/Pectoralisbereich. Als unangenehm werden die Drainagen empfunden. Sobald diese entnommen sind, wird es leichter. Die meisten Patienten brauchen ein bis drei Tage ein Schmerzmittel wie Ibuprofen.

 

Gynäkomastie – Interessante Fakten

Gesellschaftliche Einstellung zur Männerbrust

Fast die Hälfte aller Männer in Deutschland hat zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben dauerhaft oder kurzfristig einen (gutartigen) Männerbusen.

In unserer Welt herrscht Körperkult. Weite Teile der Gesellschaft glauben, dass Übergewicht und gerade Männerbrüste mit persönlicher Schuld und unkontrolliertem Essen zu tun haben. Da kommen unterschwellige Vorwürfe: Wenn Man(n) sich selbst nicht unter Kontrolle hat, wie soll er da andere führen und Vorbild sein? Das Menschenbild von erfolgreichen und schönen Menschen ist bis heute geprägt von schlank und muskulös. Nur wer seinen Körper unter Kontrolle hat, gilt als führungsfähig.

Bodyshaming, „happy in every size“, Gender-Bewegung – langsam tut sich etwas in der Gesellschaft. Mittlerweile gibt es sogar in der Werbung für Bio-Baumwoll-Unterwäsche Männer-Models mit Männerbusen.

 

Schönheits-OPs bei Männern nehmen deutlich zu

Schönheitseingriffe sind keine reine „Frauensache“ mehr. Etwa ein Fünftel der Patienten, die einen ästhetisch-plastischen Eingriff durchführen lassen, sind männlich – Tendenz steigend.

 

Die „Hitliste“ bei den Männern führt die Behandlung der Gynäkomastie an. Auf Platz zwei und drei sind Fettabsaugung und Oberlidstraffung. Das zeigt die Operationsstatistik der Deutschen Gesellschaft für Plastische Chirurgie.

 

Der Traum von der eigenen Heldenbrust kann Wirklichkeit werden und das Leben eines Mannes verbessern, attraktiver und lebenswerter machen.

 

Vielleicht ist es aber auch in Ordnung, einen Männerbusen zu haben. Das muss ganz allein der betroffene Mann entscheiden. Nicht die Partnerin, die sich den Mann mit Sixpack und Pectoris wünscht. Nicht das Umfeld, das blöde Sprüche macht. Nur der Mann selbst entscheidet, wie sein Körper für ihn in Ordnung ist. Manche Männerbrust darf auch einfach bleiben wie sie ist und das ist dann eben auch in Ordnung.

 

Statement Dr. Heike Arnold

Warum operiere ich als Frau nur Männerbusen?

Wahrscheinlich bin ich die einzige Plastische Chirurgin Deutschlands, die keine Frauenbrüste operiert – und dass, obwohl meine Mentorin Dr. Hall-Findlay eine eigene Brustreduktionsmethode für Frauen kreiert hat, die in allen Lehrbüchern steht. Ich habe mich ganz auf Männer spezialisiert, denn in meiner Wahrnehmung sind Männerbrüste eben ganz anders als Frauenbrüste.

Männer sind auch ganz anders als Frauen. Meine zwei älteren Brüder haben mir gezeigt, dass Männer klare, schnörkellose Kommunikation vertragen können. Ja, dass Männer das sogar lieber ist. Sagen Sie mal einer Frau: „ihr Körperfettgehalt ist zu hoch“. Diesen Fakt kann ich noch so wertschätzend und medizinisch meinen, die Patientin denkt, sie ist hässlich und zu dick.

Männer dagegen denken auch „ja, das ist zu viel und ich bin zu dick“. Die meisten Männer denken aber nicht sofort, dass sie hässlich sind. Denn das stimmt auch nicht. Zu dick ist nicht hässlich. Zu dick ist aber ungesund.

Operieren ist mein Talent und meine Leidenschaft, Wissen vermitteln mein Hobby. Männer mit Gynäkomastie brauchen genau das. Denn die Neigung zur Gynäkomastie bleibt wahrscheinlich ein Leben lang bestehen. Männer sollen wissen, was sie selbst tun können. Wie sie bei sich selbst vorbeugen können. Wie sie vielleicht auch bei ihren Kindern als Vorbild wirken und die Söhne so vor Gynäkomastie schützen können.

 

Warum bin ich als weibliche Chirurgin vielleicht besser geeignet, Männerbrüste zu operieren, als meine männlichen Kollegen?

Ich liebe es, mich an eine schöne starke Männerbrust anzulehnen. Mir Sicherheit geben zu lassen. Mich von meinem Mann in den Arm nehmen zu lassen und an die Brust zu ziehen.  Das ist etwas Ursprüngliches, Evolutionäres. In meiner Wahrnehmung sollen und dürfen Männer männlich und Frauen weiblich sein.

Es ist für mich und mein Team so beglückend, wenn wir für unsere Patienten Top-Ergebnisse erzielen. Ist es nicht so, dass wenn man andere glücklich macht, man das eigene Glück vergrößert? Der Ausdruck der Erleichterung und des Glücks in den Augen meiner Patienten und das verbesserte Selbstbewusstsein der Männer – das treibt mich an. Manchmal bekommen wir von ehemaligen Patienten eine E-Mail oder ein Foto. Als Bräutigam mit neuer Frau oder von Sportwettkämpfen. Männer, die ihr Leben frei und in vollen Zügen leben und genießen. Das ist, was mich antreibt. Menschen zur besten Version ihrer Selbst zu verhelfen.

Ich freue mich auf Sie. Bei mir in der Praxis in Mörfelden zu einem persönlichen Beratungsgespräch oder per Videosprechstunde. Ihr Traum vom flachen Männeroberkörper, von der Heldenbrust – dieser Traum darf jetzt wahr werden.