Brustoperation im Ausland: Gute Planung zahlt sich aus

Aus den Boulevardmedien kennt man sie: Geschichten von einer Brustoperation im Ausland, bei der minderwertige Implantate verwendet wurden oder die behandelnden Ärzte Fehler gemacht haben. Daraus entsteht zuweilen der Eindruck, dass ästhetische Eingriffe nicht in ausländischen Kliniken vorgenommen werden sollten. Diese Meinung ist überholt, längst sind qualitativ keine Niveauunterschiede zwischen in Deutschland und im Ausland ausgebildeten Chirurgen festzustellen. Von einer Brustoperation im Ausland ist somit nicht generell abzuraten. Entscheidend ist, bei einem Eingriff im In- wie im Ausland, die gute Planung und Kenntnis des Ablaufs. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen zur Brustvergrößerung im Ausland – zum Ablauf, den zu erwartenden Kosten und möglichen Risiken.

Wie viel kostet eine Brustoperation im Ausland?

Für viele Frauen ist die Brustoperation im Ausland häufig eine gute Alternative zum Eingriff im Inland. Der Hauptgrund dafür sind die in der Regel deutlich niedrigeren Kosten: Eine Brustvergrößerung kostet in Deutschland zwischen ca. 3.000 und 7.000 Euro. Brustvergrößerungen mit Eigenfett kosten gewöhnlich etwas mehr. Tschechische, serbische und polnische Kliniken werben dagegen mit Kosten von ca. 2.500 bis 4.000 Euro. Manche scheinbaren „Schnäppchen“ sind sogar noch günstiger. Prinzipiell aber sollten Frauen, die aus Kostengründen eine Brustoperation im Ausland planen, bei den Kosten genau hinschauen. Folgende Punkte sind entscheidend:

• Sind alle Medikamente, der postoperative Stütz-BH, Klinikgebühren und die Übernachtung nach dem Eingriff eingerechnet?
• Sind die notwendigen Nachbehandlungen und Kontrollen im Preis enthalten?
• Sprechen Sie und der Chirurg die gleiche Sprache – oder müssen Sie zusätzlich einen Dolmetscher engagieren?

Zudem sind An- und Abreise sowie – bei Nutzung einer Agentur – eventuelle Vermittlungsgebühren einzurechnen. Erst unter Berücksichtigung dieser Kostenpunkte können Sie eine Brustoperation im Ausland mit einem inländischen Eingriff vergleichen. Im Unterschied zu ausländischen Angeboten sind die oben genannten Kosten bei einer Brustoperation in Deutschland in der Regel enthalten – oder fallen gar nicht erst an.

Ablauf und Risiken einer Brustoperation im Ausland

Eine Brustoperation im Ausland läuft prinzipiell ebenso ab wie eine Brust-OP in Deutschland. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ein ausländischer Chirurg technisch genauso versiert ist wie deutscher Chirurg. Beim Ablauf der Brustoperation im Ausland gibt es gemeinhin dennoch zwei Unterschiede, und zwar vor und nach dem Eingriff. Vor der eigentlichen OP müssen Sie eine Klinik im Ausland finden, der Sie vertrauen können. Die wichtigen, anschließenden Beratungsgespräche vor der OP finden in vielen Fällen nur über einen Dolmetscher statt. Es ist entscheidend, dass der Dolmetscher in medizinischer Fachsprache geschult ist. Nur so kann er Ihnen angemessen alle Informationen zur Brustoperation vermitteln, Sie über Risiken aufklären und die relevanten postoperativen Verhaltensregeln erläutern. Das gleiche Problem stellt sich nach der Brustoperation im Ausland: Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt, nach dem Aufwachen sind Patienten häufig verwirrt und wissen im ersten Moment nicht, wo sie sich befinden. Darum muss die Klinik eine entspannende Atmosphäre schaffen und Personal vor Ort haben, das Ihrer Sprache kundig ist. Schließlich werden auch für Nachuntersuchungen Dolmetscher notwendig.

Wenn Sie diese Regeln beachten, eine vertrauenswürdige Klinik finden und alle eventuellen Zusatzkosten einbeziehen, ist eine Brustoperation im Ausland durchaus mit einem Eingriff im Inland vergleichbar. Allerdings rechtfertigt die Ersparnis verbunden mit den Risiken meist keine Reise ins Ausland. Wieviel ein erfahrener Arzt in Ihrer Nähe kostet, erfahren Sie in unserem Preisvergleich.


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